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Arbeitszeit

Rechtsweg

Ben ist nicht einverstanden mit dem Entscheid seiner Arbeitgeberin. Wie hat er vorzugehen?

Arbeitsrechtliches Verfahren

Gegenstand

Im arbeitsrechtlichen Verfahren kann Ben insbesondere Streitigkeiten über die Freizeit, die Vergütung Überstundenarbeit, den Abzug von Minusstunden oder die fristlose Kündigung, aber auch Streitigkeiten aufgrund des Arbeitsgesetzes wie betreffend die Tages-, Abend-, Nacht- und Sonntagsarbeit oder die Verlängerung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit klären lassen. Das arbeitsrechtliche Verfahren schliesst ein paralleles verwaltungsrechtliches Verfahren (vgl. unten) nicht aus.

Verfahren

Das arbeitsrechtliche Verfahren beginnt grundsätzlich (vgl. Fristen&Formvorschriften) mit einem Schlichtungsverfahren. War dieses nicht erfolgreich, kann Ben vor Gericht gehen. Dabei ist je nach Kanton ein gewöhnliches Gericht oder ein spezielles Arbeitsgericht zuständig. Liegt der Streitwert über der Grenze von 100‘000 CHF, kann Ben im Einverständnis mit seiner Gegenpartei auf die Durchführung des Schlichtungsverfahrens verzichten und direkt Klage einreichen. Ist Ben mit dem Entscheid der ersten Instanz nicht einverstanden, kann er Berufung einlegen.

Kosten

Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. Im weiteren Verlauf erhebt das Gericht bis zu einem Streitwert von 30‘000 CHF grundsätzlich keine Gerichtskosten, jedoch muss die unterlegene Partei grundsätzlich eine Parteientschädigung nach den kantonal geltenden Tarifen zahlen. Das Gericht kann von den Grundsätzen abweichen, insbesondere wenn eine Partei den Prozess mutwillig führt oder wenn das Resultat unbillig wäre. Wer unnötige Prozesskosten verursacht, muss diese bezahlen. Zudem können die Kantone grosszügigere Regelungen vorsehen.


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