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Arbeitszeit

Rechtsweg

Ben ist nicht einverstanden mit dem Entscheid seiner Arbeitgeberin. Wie hat er vorzugehen?

Fristen & Formvorschriften

Arbeitsrechtliches Verfahren

Ben muss Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis spätestens 5 Jahre nach deren Fälligkeit mit einer Betreibung, einem Schlichtungsgesuch oder einer Klage geltend machen.

ACHTUNG: Fälligkeit bedeutet nicht zwingend das Ende des Arbeitsverhältnisses.

Bei einem Streitwert von bis zu 100‘000 CHF ist das Schlichtungsverfahren grundsätzlich zwingend, bei einem Streitwert bis zum 2‘000 CHF kann die Schlichtungsbehörde über die Streitigkeit entscheiden, sofern Ben den entsprechenden Antrag stellt.

Ben kann das unterzeichnete Schlichtungsgesuch in Papierform oder elektronisch mit einer qualifizierten elektronischen Signatur einreichen oder mündlich zu Protokoll geben. Er muss das Schlichtungsgesuch spätestens am letzten Tag der Frist oder, wenn die Frist an einem Samstag, Sonntag oder anerkannten Feiertag endet, am drauffolgenden Werktag einreichen, d.h. bei der Post aufgeben oder mündlich zu Protokoll geben. Die Schlichtungsverhandlung findet innerhalb von zwei Monaten seit Einreichung des Schlichtungsgesuches statt und ist formlos.

War die Schlichtung nicht erfolgreich, erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung, welche während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim Gericht berechtigt. Ist Ben mit dem folgenden Gerichtsentscheid nicht einverstanden, kann er innerhalb von 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides Berufung einlegen. Die Rechtsmittelinstanz eröffnet ihren Entscheid schriftlich und begründet. Ist Ben auch mit diesem Entscheid nicht einverstanden, kann er innert 30 Tagen nach der vollständigen Eröffnung Beschwerde beim Bundesgericht erheben.

Verwaltungsverfahren

Die Behörde eröffnet der Arbeitgeberin die Verfügung schriftlich und mit einer Rechtsmittelbelehrung. Die Behörde muss weitere Massnahmen wie die Betriebsschliessung oder die Aufhebung einer Arbeitszeitbewilligung vorher schriftlich androhen.


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