Covid-19 FAQ

Erwerbsersatz

Ich bin in Quarantäne. Habe ich Anspruch auf Erwerbsersatz?

Grundsätzlich ja, sofern Sie entweder Arbeitnehmer oder selbstständig im Sinne des Sozialversicherungsrechts sind. In bestimmten Fällen hat jedoch Ihre Arbeitgeberin eine Lohnfortzahlungspflicht. Sind Sie hingegen aufgrund einer Auslandreise selbstverschuldet in der Quarantäne, haben Sie keinen Anspruch auf Erwerbsersatz und grundsätzlich auch keinen Lohnfortzahlungsanspruch.

Sie haben grundsätzlich Anspruch auf Erwerbsersatz, wenn Sie aufgrund einer angeordneten Quarantäne Ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Bei einer angeordneten Quarantäne darf Ihre Arbeitgeberin die Quarantänezeit nicht als Minusstunden oder Ferien verbuchen.

Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben Sie, wenn Sie Ihre Arbeit im HomeOffice erledigen können. Ebenso haben Sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, wenn die Arbeitgeberin Sie in ein Land oder in ein Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko auf Geschäftsreise geschickt hat.

Hingegen haben Sie keinen Anspruch auf Erwerbsersatz, wenn Sie von einer privaten Reise aus einem Risikoland zurückkehren und deswegen nicht arbeiten gehen können. Dies gilt allerdings nur dann, wenn das Land zum Zeitpunkt Ihrer Abreise bereits auf der Liste der Länder und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt war. War dies nicht der Fall, haben Sie für die Quarantänezeit Anspruch auf Erwerbsersatz, sofern Sie Ihre Arbeit nicht im HomeOffice erledigen können.

Ich kann die Entscheidungen meiner Arbeitgeberin mitbestimmen. Aufgrund der Massnahmen des Bundes kann ich nicht mehr arbeiten. Habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Ja, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen, haben Sie rückwirkend auf den 17. September 2020 Anspruch auf Erwerbsersatz.

Wer die Entscheidungen der Arbeitgeberin mitbestimmen kann – also Gesellschafter, finanziell am Betrieb Beteiligte, Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums sowie deren jeweils mitarbeitenden Ehegatten – haben regulär keinen Anspruch auf eine Entschädigung bei Erwerbsausfällen. Im Rahmen der Massnahmen zur Abfederung der Folgen der COVID-19 Pandemie hatte der Bundesrat für diese Personen in so genannt arbeitgeberähnlicher Stellung eine Kurzarbeitsentschädigung vorgesehen. Diese ist am 1. Juni 2020 ausgelaufen. Mit auf den 17. September 2020 rückwirkenden Beschluss vom 4. November 2020 hat der Bundesrat für die Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung wiederum eine Entschädigung verankert, dieses Mal allerdings nicht eine Kurzarbeitsentschädigung, sondern einen Erwerbsersatz.

Regelung ab dem 17. September 2020

Rückwirkend auf den 17. September 2020 können Sie bei Ihrer AHV-Ausgleichskasse Erwerbsersatz beantragen, wenn Sie aufgrund einer behördlichen Massnahme nicht mehr arbeiten können und einen Lohn- oder Erwerbsausfall erleiden. Das Taggeld beträgt dabei 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, das Sie vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt haben. Grundlage für die Berechnung ist das AHV-pflichtige Einkommen des Jahres 2019. Die Entschädigung beträgt höchstens 196 CHF pro Tag, dies entspricht einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 7‘350 CHF. Die Kasse zahlt die Entschädigung rückwirkend aus.

Der Anspruch auf Entschädigung entsteht mit Beginn der behördlichen Massnahme und dauert bis zu deren Ende, jedoch längstens bis zum 30. Juni 2021.

Regelung bis zum 1. Juni 2020

Die reguläre Kurzarbeitsentschädigung schliesst Personen, welche die Entscheidungen der Arbeitgeberin massgeblich mitbestimmen können, aus dem Kreis der Berechtigten aus. Aufgrund der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung hatten jedoch diese Personen sowie deren mitarbeitenden Ehegattinnen und eingetragenen Partner Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung.

Bis zum Auslaufen dieser Kurzarbeitsentschädigung per 1. Juni 2020 wurde hier ein Pauschalbetrag von 3‘320 CHF für eine Vollzeitstelle ausbezahlt.

(Stand: 4.11.2020)

Ich kann die Entscheidungen meiner Arbeitgeberin mitbestimmen. Aufgrund der Massnahmen des Bundes erleide ich Erwerbseinbussen. Habe ich Anspruch auf Entschädigung?

Grundsätzlich ja, sofern die Erwerbseinbussen massgeblich sind.

Wer die Entscheidungen der Arbeitgeberin mitbestimmen kann – also Gesellschafter, finanziell am Betrieb Beteiligte, Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums sowie deren jeweils mitarbeitenden Ehegatten – haben regulär keinen Anspruch auf eine Entschädigung bei Erwerbsausfällen. Im Rahmen der Massnahmen zur Abfederung der Folgen der COVID-19 Pandemie hatte der Bundesrat für diese Personen in so genannt arbeitgeberähnlicher Stellung eine Kurzarbeitsentschädigung vorgesehen. Diese ist am 1. Juni 2020 ausgelaufen (vgl. oben). Mit auf den 17. September 2020 rückwirkenden Beschluss vom 4. November 2020 hat der Bundesrat für die Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung wiederum eine Entschädigung verankert, dieses Mal allerdings nicht eine Kurzarbeitsentschädigung, sondern einen Erwerbsersatz.

Massgebliche Erwerbseinbussen

Massgeblich eingeschränkt ist die Erwerbstätigkeit, wenn Sie pro Monat eine Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015-2019 erleiden. Vergleichsbasis ist der durchschnittliche Monatsumsatz, bei Tätigkeitsbeginn

  • vor 2015: Durchschnittlicher Monatsumsatz während der Jahre 2015-2019;
  • zwischen 2015 und 2020: Der durchschnittliche Monatsumsatz während der Tätigkeitsdauer;
  • nach 2019: Der durchschnittliche Monatsumsatz von mindestens drei Monaten, massgebend ist der Durchschnitt der drei Monate mit den höchsten Umsätzen.

Massgebendes Einkommen und Höhe des Taggeldes

Einen Anspruch auf Ersatz Ihres Erwerbsausfalls haben Sie, wenn Ihr für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 mindestens bei 10 000 Franken gelegen hat. Haben Sie Ihre Tätigkeit erst nach 2019 aufgenommen, gelten die 10 000 Franken proportional zur Dauer. Das Taggeld beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches Sie vor Beginn des Entschädigungsanspruches erzielt haben. Der Maximalbetrag liegt bei 196 Franken pro Tag, dies entspricht einem durchschnittlichen Monatslohn von 7 350 Franken.

Der Anspruch auf die Taggelder entsteht mit dem Beginn der behördlich angeordneten Massnahme und endet mit der Beendigung der behördlich angeordneten Massnahme, spätestens am 30. Juni 2021.

Geltendmachung des Anspruches

Geltend machen müssen Sie Ihren Anspruch bei der für Sie zuständigen Ausgleichskasse. Diese braucht insbesondere folgende Angaben von Ihnen:

Die zuständige Ausgleichskasse ermittelt die Höhe der Entschädigung. Die Kasse oder von ihr beauftragte externe Sachverständige überprüfen die Anspruchsvoraussetzungen in regelmässigen Zeitabständen. Die Kasse zahlt den Erwerbsersatz rückwirkend aus.

(Stand: 21.01.2021)

Ich bin selbstständig und darf meine Tätigkeit aufgrund der Massnahmen des Bundes nicht ausüben. Habe ich für diese Zeit Anspruch auf Erwerbsersatz?

Ja, sofern Sie obligatorisch bei der AHV versichert sind und die übrigen Voraussetzungen erfüllen.

Mit auf den 17. September 2020 rückwirkenden Beschluss vom 4. November 2020 hat der Bundesrat die Erwerbsersatzentschädigung für Selbstständigerwerbende verlängert. Anspruch auf Erwerbsersatz haben Sie zum einen, wenn Ihr Betrieb aufgrund der Massnahmen des Bundes schliessen musste oder muss. Zum anderen auch dann, wenn Sie beispielsweise als freischaffende Künstlerin bereits geplante Engagements absagen mussten oder wenn die Veranstalterin das Engagement annulliert hat. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie einen Erwerbsausfall erleiden.

Massgebendes Einkommen und Höhe der Taggelder

Sind alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, können Sie bei Ihrer AHV-Ausgleichskasse eine Erwerbsersatzentschädigung beantragen. Die Entschädigung umfasst 80 Prozent des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens, welches Sie vor Beginn des Anspruches erzielt haben. Grundlage für die Berechnung ist das AHV-pflichtige Einkommen des Jahres 2019. Dabei gilt für die Entschädigung ein Höchstbetrag von 196 Franken / Tag, dies entspricht einem durchschnittlichen Monatslohn von 7‘350 Franken. Die Kasse zahlt die Entschädigung rückwirkend aus.

Der Anspruch auf die Taggelder entsteht mit dem Beginn der behördlich angeordneten Massnahme und endet mit der Beendigung der behördlich angeordneten Massnahme, spätestens am 30. Juni 2021..

Geltendmachung des Anspruches

Sind alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, können Sie bei Ihrer AHV-Ausgleichskasse eine Erwerbsersatzentschädigung beantragen.

Die Kasse oder von ihr beauftragte externe Sachverständige überprüfen die Anspruchsvoraussetzungen in regelmässigen Zeitabständen. Die Kasse zahlt den Erwerbsersatz rückwirkend aus.

(Stand: 04.11.2020)

Ich bin selbstständig tätig und habe aufgrund der Massnahmen des Bundes Erwerbseinbussen erlitten. Habe ich für diese Zeit Anspruch auf Erwerbsersatz?

Grundsätzlich ja, sofern die Erwerbseinbussen massgeblich und Sie obligatorisch bei der AHV versichert sind.

Mit auf den 17. September 2020 rückwirkenden Beschluss vom 4. November 2020 hat der Bundesrat die Erwerbsersatzentschädigung für Selbstständigerwerbende verlängert.

Massgebliche Erwerbseinbussen

Massgeblich eingeschränkt ist die Erwerbstätigkeit, wenn Sie pro Monat eine Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015-2019 erleiden. Vergleichsbasis ist der durchschnittliche Monatsumsatz, bei Tätigkeitsbeginn

  • vor 2015: Durchschnittlicher Monatsumsatz während der Jahre 2015-2019;
  • zwischen 2015 und 2020: Der durchschnittliche Monatsumsatz während der Tätigkeitsdauer;
  • nach 2019: Der durchschnittliche Monatsumsatz von mindestens drei Monaten, massgebend ist der Durchschnitt der drei Monate mit den höchsten Umsätzen.

Massgebendes Einkommen und Höhe des Taggeldes

Einen Anspruch auf Ersatz Ihres Erwerbsausfalls haben Sie, wenn Ihr für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 mindestens bei 10 000 Franken gelegen hat. Haben Sie Ihre Tätigkeit erst nach 2019 aufgenommen, gelten die 10‘000 Franken proportional zur Dauer. Das Taggeld beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches Sie vor Beginn des Entschädigungsanspruches erzielt haben. Der Maximalbetrag liegt bei 196 Franken pro Tag, dies entspricht einem durchschnittlichen Monatslohn von 7‘350 Franken.

Der Anspruch auf die Taggelder entsteht mit dem Beginn der behördlich angeordneten Massnahme und endet mit der Beendigung der behördlich angeordneten Massnahme, spätestens am 30. Juni 2021.

Geltendmachung des Anspruches

Geltend machen müssen Sie Ihren Anspruch bei der für Sie zuständigen Ausgleichskasse. Diese braucht insbesondere folgende Angaben von Ihnen:

Die zuständige Ausgleichskasse ermittelt die Höhe der Entschädigung. Die Kasse oder von ihr beauftragte externe Sachverständige überprüfen die Anspruchsvoraussetzungen in regelmässigen Zeitabständen. Die Kasse zahlt den Erwerbsersatz rückwirkend aus.

(Stand: 21.01.2021)


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