Covid-19 FAQ

Nicht besonders gefährdete Personen

Ich bin nicht besonders gefährdet. Wie muss meine Arbeitgeberin mich schützen?

Seit dem 18. Januar 2021 bis vorerst dem 28. Februar 2021 gilt eine weitgehende HomeOffice-Pflicht. Für die Arbeit vor Ort muss die Arbeitgeberin die Präventionsmassnahmen gemäss der «COVID-19-Verordnung Besondere Lage» treffen.

Ihre Arbeitgeberin ist auch in der Normallage verpflichtet, «zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes angemessen sind.» Die Präventionsmassnahmen der «COVID-19 Verordnung Besondere Lage» konkretisieren diese Fürsorgepflicht.

Sofern möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar, muss Ihre Arbeitgeberin HomeOffice ermöglichen und anordnen. (vgl. unten HomeOffice)

Bei der Arbeit vor Ort hat sie dafür zu sorgen, dass die Maskentragpflicht in Innenräumen eingehalten wird. Sie muss allenfalls notwendige weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, technische Schutzausrüstung) ergreifen: Denkbar ist hier beispielsweise die Trennung von Teams oder die Ausweitung der Maskentragpflicht auf Aussenräume.

(Stand: 18 Januar 2021)

Darf meine Arbeitgeberin mir vorschreiben, eine Maske zu tragen?

Sie darf nicht nur, sie muss das grundsätzlich.

In Innenräumen und Fahrzeugen, wo sich mehr als eine Person aufhält, gilt eine allgemeine Maskentragpflicht. Sie gilt auch dann, wenn Sie einen grossen Abstand einhalten können. Eine Ausnahme besteht zum einen da, wo Sie aus Sicherheitsgründen oder aufgrund der Art der Tätigkeit keine Maske tragen können. Zum anderen müssen Sie namentlich dann keine Maske tragen, wenn Sie aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können.

Zur Umsetzung dieser Massnahmen ist Ihre Arbeitgeberin nicht nur aufgrund der «COVID-19 Verordnung Besondere Lage» verpflichtet, sondern auch aufgrund ihrer Fürsorgepflicht Ihnen und Ihren Arbeitskollegen gegenüber. Schliesslich hat Ihre Arbeitgeberin Ihnen gegenüber ein Weisungsrecht.

Auch wenn Sie komplett alleine arbeiten und an Ihrer Arbeitsstelle keinen Kontakt zu anderen Menschen haben und es weder ein Schutzkonzept noch eine strengere kantonale Regelung gibt, kann Ihre Arbeitgeberin grundsätzlich eine Maskentragpflicht vorschreiben: Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf eine Arbeitgeberin unsachliche und willkürliche Entscheide treffen, so lange damit nicht «eine den Arbeitnehmer verletzende Geringschätzung seiner Persönlichkeit zum Ausdruck kommt». Bei der Maskentragpflicht dürfte eine solche Geringschätzung allerdings sehr schwer zu beweisen sein.

Halten Sie sich nicht an die Maskentragpflicht, kann die Arbeitgeberin Sie verwarnen und Sie im äussersten Fall fristlos entlassen. Zu der Frage, ob eine Gericht eine solche fristlose Entlassung stützen würde, gibt es aktuell noch keine Entscheide.

(Stand: 18 Januar 2021)

Darf die Betriebskantine nach wie vor geöffnet haben?

Ja, aber nur im betreffenden Betrieb arbeitende Personen dürfen in der Betriebskantine essen.

Sie dürfen Speisen und Getränke nur sitzend konsumieren sowie höchstens zu viert an einem Tisch sitzen. Sitzen Sie nicht am Tisch, müssen Sie eine Maske tragen.

(Stand: 29 Oktober 2020)

Ich arbeite im Gesundheitswesen. Welche Vorgaben gelten in der besonderen Lage?

Ihre Arbeitgeberin muss ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen.

Praxen und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen sind öffentlich zugängliche Betriebe, weswegen für sie die Schutzkonzept-Pflicht gilt. Sie als Arbeitnehmer müssen eine Gesichtsmaske tragen. Die Maskenpflicht gilt nicht für Personen, die eine medizinische Dienstleistung im Gesicht in Anspruch nehmen.

Die Kantone müssen zudem sicher stellen, dass Spitäler und Kliniken über ausreichende Kapazitäten zur Behandlung von COVID-19-Patienten haben. Zu diesem Zweck können sie Spitäler und Kliniken verpflichten,

  • ihre Kapazitäten im stationären Bereich zur Verfügung zu stellen oder auf Abruf bereitzuhalten; und
  • medizinisch nicht dringend angezeigte Untersuchungen und Behandlungen zu beschränken oder einzustellen.

(Stand: 19 Oktober 2020)



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