Covid-19 FAQ

COVID-19-Test

Was ist der Unterschied zwischen einem COVID-19 Test und einem Antikörpertest?

Der COVID-19 Test zeigt über den Nachweis viraler Erbsubstanz (PCR-Tests) oder von Antigenen (Schnelltests), ob Sie zum Testzeitpunkt mit dem Corona-Virus infiziert sind.

Mit einem Antikörpertest können Sie hingegen abklären, ob Sie sich in der Vergangenheit mit dem Corona-Virus angesteckt haben.

Was sind gepoolte Analysen?

Mit einer gepoolten Analyse werden im Rahmen einer ärztlich angeordneten Ausbruchsuntersuchung oder –kontrolle auch symptomslose Personen mittels einem COVID-19 PCR-Test getestet.

Wer darf einen COVID-19 PCR-Test durchführen?

Laboratorien mit einer Bewilligung gemäss Epidemiengesetz. Dieses schreibt vor, dass für die «mikrobiologische Untersuchung zur Erkennung übertragbarer Krankheiten» grundsätzlich eine Bewilligung notwendig ist.

Wer darf einen COVID-19 Schnelltest durchführen?

Der Bundesrat hat über das COVID-19 Gesetz die Kompetenz, Ausnahmen von der Bewilligungspflicht für Laboratorien zuzulassen. Für die Durchführung von Schnelltests hat er über die COVID-19 Verordnung 3 bestimmte Institutionen von der Bewilligungspflicht befreit. Er unterscheidet dabei zwischen Molekularbiologischen Schnelltests zur Fachanwendung, Schnelltests zur Fachanwendung und Selbsttests.

Molekularbiologische Schnelltests zur Fachanwendung

Als «molekularbiologischen Schnelltests» gelten alle Tests, bei welchen die Probe in einem Labor automatisiert aufbereitet und so die Virenkonzentration in der Probe festgestellt wird.

Folgende Institutionen und Personen dürfen molekularbiologische Schnelltests durchführen:

  • Laboratorien mit einer Bewilligung gemäss Epidemiengesetz;
  • Ausserhalb dieser Laboratorien, sofern die Laborleiterin oder der Laborleiter eines solchen bewilligten Labors die Verantwortung für die Durchführung der Tests übernimmt.

Schnelltests zur Fachanwendung

Folgende Institutionen und Personen dürfen Schnelltests zur Fachanwendung durchführen:

  • Laboratorien mit einer Bewilligung gemäss Epidemiengesetz;
  • Arztpraxen, Apotheken, Spitäler, Alters- und Pflegeheime und sozialmedizinische Institutionen sowie in Testzentren, die vom Kanton oder in dessen Auftrag betrieben werden;
  • Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause sowie Assistenzpersonen nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung;
  • Personen unter der Verantwortung eines Laborleiters eines Labors mit einer Bewilligung gemäss Epidemiengesetz.

Selbsttests

Apotheken dürfen Schnelltests abgeben, sofern letztere entsprechend zertifiziert oder von der Swissmedic bewilligt und von einem gemäss Epidemiengesetz bewilligten Labor validiert wurden.

(Stand: 15. März 2021)

Wer darf einen COVID-19 Antikörper-Test durchführen?

Einen COVID-19 Antikörper-Test dürfen folgende Personen und Institutionen durchführen:

  • Ärztinnen;
  • Apotheker;
  • Spitäler;
  • Spitallaboratorien mit einer Bewilligung gemäss Epidemiengesetz
  • Pflegeheime;
  • Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause;
  • Testzentren, die vom Kanton oder in dessen Auftrag betrieben werden;
  • Sozialmedizinische Institutionen und Assistenzpersonen nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung.

(Stand: 28. Oktober 2020)

Wer zahlt den COVID-19-Test?

Siehe Artikel lexNews.

Das kommt insbesondere darauf an, wann Sie den Test haben machen lassen.
  • Test zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 15. März 2021: Der Bund übernimmt ohne Beteiligung des Patienten die Kosten, sofern Sie den Test aufgrund der zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden BAG-Kriterien haben machen lassen;
  • Test vor dem 24. Juni 2020: Je nach Symptomen und betroffener Person zahlte die Grundversicherung, der Kanton oder die Unfallversicherung, beziehungsweise Sie selbst, wenn Sie den Test auf eigenen Wunsch machen lassen wollten.
Test ab dem 15. März 2021

Ab dem 15. März übernimmt der Bund die Kosten für den Test, sofern die Voraussetzungen gemäss Anhang 6 der COVID-19 Verordnung 3 erfüllt sind.

Neu übernimmt der Bund bei COVID-19 PCR-Tests sowie bei COVID-19 Schnelltests zur Fachanwendung die Kosten nicht mehr mit fixen Vergütungen, sondern auf der Basis eines dynamischen Tarifs, der bei steigender Anzahl der Analysen sinkt. Das BAG hat die Details der Kostenübernahme in einem Faktenblatt zusammengefasst.

Test zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 15. März 2021

Bei einem Test zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 15. März 2021 übernimmt der Bund die Kosten für einen COVID-19 Test, sofern die jeweils geltenden Kriterien des BAG insbesondere betreffend Symptome und Kontakt mit positiv getesteten Personen erfüllt waren. Der Bund übernahm den Höchstbetrag von 156 Franken, in welchen folgende Leistungen enthalten sind:

Die Leistungserbringer dürfen dem Patienten im Rahmen des COVID-19-Tests keine zusätzlichen Kosten in Rechnung stellen. Ebenso dürfen sie dem Patienten weder Selbstbehalt noch Franchise berechnen.

Aber Achtung: Der Bund übernahm diese Kosten nur bei einem ärztlich angeordneten Test. Verlangte eine Arbeitgeberin oder ein Patient den Test, ohne dass die Kriterien des BAG erfüllt waren, vermerkte die Ärztin dies auf dem Laborauftrag. In diesem Fall übernahm der Bund die Kosten nicht.

Zudem müssen die Leistungserbringer die Zulassungsvoraussetzungen nach dem Krankenversicherungsgesetz erfüllen. Wie das BAG im Faktenblatt zur Kostenübernahme schreibt, übernimmt der Bund «Leistungen von privat organisierten Testzentren oder Drive-Ins ohne kantonalen Auftrag» nicht.

Test vor dem 24. Juni 2020

Vor dem 24. Juni 2020 galt folgende Regelung für die Kostentragung: Sofern der Test medizinisch bedingt war, übernahmen je nach Symptomen und betroffenen Personen die Grundversicherung, der Kanton oder die Unfallversicherung die Kosten. Bestand keine medizinische Notwendigkeit, musste die getestete Person die Kosten selbst tragen.

Der COVID-19-Test steht seit dem 4. März 2020 auf der Analysenliste, weswegen die Grundversicherung die Kosten grundsätzlich übernimmt, dies unter Abzug von Franchise und Selbstbehalt. Neben dem einheitlichen Tarif von 95 CHF für die Analyse kommen weitere Kosten dazu, etwa für die Untersuchung und die Beurteilung. Auch diese übernimmt die Krankenkasse unter Abzug von Franchise und Selbstbehalt. Die Grundversicherung übernimmt diese Kosten für den COVID-19 Test in folgenden Fällen:

  • Sie sind eine besonders gefährdete Person und weisen Symptome einer akuten Atemwegserkrankung auf oder verlieren plötzlich den Geruchs- oder Geschmackssinn;
  • Sie sind keine besonders gefährdete Person und weisen Symptome einer akuten Atemwegserkrankung auf oder verlieren plötzlich den Geruchs- oder Geschmackssinn und Ihre Ärztin ordnet eine ambulante oder stationäre engmaschige Überwachung an.

Die Kosten für einen Test, den Sie auf eigenen Wunsch und ohne medizinische Notwendigkeit durchführen lassen, darf die Grundversicherung nicht übernehmen. Ihre Ärztin muss dies auf dem Auftrag an das Labor vermerken und Sie müssen den Test vollumfänglich selber zahlen.

Der Kanton übernahm die Kosten für den COVID-19 Test in folgenden Fällen:

  • Sie sind keine besonders gefährdete Person und weisen Symptome einer akuten Atemwegserkrankung auf oder verlieren plötzlich den Geruchs- oder Geschmackssinn und Ihre Ärztin ordnet keine engmaschige Überwachung an;
  • Sie sind eine Gesundheitsfachperson oder angestellt in einem Alters- oder Pflegeheim und weisen keine Symptome auf, die Kantonsärztin ordnet aber gleichwohl einen COVID-19 Test an.

Die Unfallversicherung übernimmt die Kosten für den COVID-19 Test, wenn es um eine Berufskrankheit geht: Dies ist dann der Fall, wenn Sie eine Gesundheitsfachperson sind oder in einem Alters- oder Pflegeheim arbeiten und einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Hier konnte Ihre Ärztin auch bei einer Erkrankung ohne schwere Symptome einen Test anordnen.

(Stand: 15. März 2021)

Wer zahlt den COVID-19 Selbsttest?

Sobald zertifizierte, bewilligte und validierte Selbsttests vorliegen, können Apotheken diese gegen Vorweisen der Versichertenkarte abgeben.

Der Bund übernimmt die Kosten von 5 Tests pro Person innerhalb von 30 Tagen. Die Apotheke muss den Kunden darauf hinweisen, dass er bei mehr als 5 Tests innerhalb von 30 Tagen die Kosten selber übernehmen muss.

Achtung: Die Abrechnung erfolgt im System des tiers payant. Wenn Sie den Selbsttest in der Apotheke selbst bezahlen, ist keine Rückvergütung mehr möglich.

Darf mir die Ärztin, das Labor, die Apotheke, das Spital oder das Testzentrum den COVID-19 Test direkt in Rechnung stellen?

Nein, sofern Sie den COVID-19 Test nach dem 15. März 2021 gemäss dem Faktenblatt zur Kostenübernahme haben machen lassen oder er vor dem 15. März 2021 aufgrund der jeweils geltenden BAG-Kriterien angeordnet wurde.

Test nach dem 15. März 2021

Haben Sie Ihren Test ab dem 15. März 2021 machen lassen, übernimmt der Bund in aller Regel die Kosten.

Damit der Bund die Testkosten übernimmt, müssen sowohl Sie als Testperson als auch die testende Person beziehungsweise die testende und analysierende Organisationen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die der Bundesrat in Anhang 6 der COVID-19 Verordnung 3 festgelegt hat. Molekularbiologische Schnelltests zur Fachanwendung und die übrigen Schnelltests zur Fachanwendung sind für alle Testpersonen kostenlos. Bei den COVID-19 PCR-Tests übernimmt der Bund insbesondere bei symptomatischen Personen sowie im Zusammenhang mit einer Quarantäne, Testpflichten, gepoolten Analysen oder Ausbruchsuntersuchungen die Kosten.

Die Rechnungsstellung erfolgt im System des tiers payant, Sie sind also nicht vorleistungspflichtig.

Test vor dem 15. März 2021

Haben Sie Ihren Test vor dem 15. März 2021 machen lassen, muss der Leistungserbringer die Rechnung im System des Tiers Payant direkt an die Krankenkasse beziehungsweise den Kanton schicken. Dies gilt auch dann, wenn beispielsweise die Ärztin in der gleichen Konsultation zusätzliche Leistungen erbracht hat. Für diese muss sie eine separate Rechnung erstellen.

Damit die Laboratorien elektronisch abrechnen können, muss die für den Test verantwortliche Institution oder Person sicherstellen, dass auf dem Auftrag an das Laboratorium die dafür notwendigen Angaben, insbesondere die Versicherten- und Kundennummer der getesteten Person vermerkt sind.

(Stand: 15. März 2021)

Meine Arbeitgeberin schickt mich zum COVID-19 Test. Wer bezahlt?


Seit dem 15. März 2021 übernimmt der Bund die Kosten für den COVID-19 Test grundsätzlich unabhängig davon, wer den Test im konkreten Fall gewünscht hat (vgl. oben). Haben Sie sich vor dem 15. März 2021 auf Anordnung Ihrer Arbeitgeberin testen lassen, muss grundsätzlich Ihre Arbeitgeberin die Kosten übernehmen.

Für einen vor dem 15. März 2021 durchgeführten Test übernimmt der Bund die Kosten für den COVID-19 Test nur, wenn Sie die jeweils geltenden BAG-Kriterien erfüllt haben. Arbeiten Sie in einem Spital, einem Alters- oder Pflegeheim oder einer anderen sozialmedizinischen Institution und sind im engen Kontakt mit besonders gefährdeten Personen, konnte Ihre Arbeitgeberin ab dem 28. Januar 2021 aufgrund der BAG-Kriterien eine repetitive Testung anordnen, deren Kosten der Bund übernimmt.

Verlangte Ihre Arbeitgeberin den Test, ohne dass die Kriterien des BAG erfüllt waren, vermerkte der Leistungserbringer dies auf dem Laborauftrag. In diesem Fall übernimmt der Bund die Kosten nicht und die Rechnung wird an Ihre Arbeitgeberin geschickt.

(Stand: 15. März 2021)

Ich habe mich testen lassen, weil ich sonst nicht hätte in den Urlaub fahren können. Wer zahlt den COVID-19 Test?

Seit dem 15. März 2021 übernimmt der Bund die Kosten für den COVID-19 Test grundsätzlich unabhängig davon wer den Test im konkreten Fall gewünscht hat (vgl. oben). Haben Sie sich vor dem 15. März 2021 auf eigenen Wunsch testen lassen, müssen Sie die Kosten selber tragen.

Für einen vor dem 15. März 2021 durchgeführten Test übernimmt der Bund die Kosten für den COVID-19 Test nur, wenn Sie die jeweils geltenden BAG-Kriterien erfüllt haben. Liessen Sie sich auf eigenes Verlangen testen, ohne dass die Kriterien des BAG erfüllt waren, vermerkt der Leistungserbringer dies auf dem Laborauftrag. In diesem Fall übernimmt der Bund die Kosten nicht. Auch die Krankenkasse bezahlt hier nichts und die Rechnung wird direkt an Sie geschickt. Ihre Ärztin muss Sie jedoch vor dem Test darauf aufmerksam machen, dass Ihnen durch den Test Kosten entstehen.

(Stand: 15. März 2021)

Wer zahlt für den COVID-19-Antikörpertest?

Der Bund, sofern die zuständige Kantonsärztin den Test angeordnet hat. Ohne ausdrückliche Anordnung der Kantonsärztin müssen Sie den Test selber bezahlen, auch die Krankenkasse übernimmt hier keine Kosten.

Hat die Kantonsärztin den Antikörpertest angeordnet, übernimmt der Bund die Kosten im Umfang von maximal 99 Franken, in welchen folgende Leistungen enthalten sind:

Die Leistungserbringer dürfen dem Patienten im Rahmen des COVID-19-Tests keine zusätzlichen Kosten in Rechnung stellen.

(Stand: 28. Oktober 2020)

Kann mich die Arbeitgeberin oder die Schule zum COVID-19 Test zwingen?

Nein.

Inwiefern hingegen eine Arbeitgeberin oder eine Schule Sanktionen an eine Test-Verweigerung knüpfen kann, ist unklar, da noch keine Gerichtsentscheide vorliegen. Weil ein COVID-19 Test ein Grundrechtseingriff ist, muss ein allfälliges Obligatorium die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, wobei hier insbesondere die Verhältnismässigkeit von Bedeutung ist.

Arbeitsrechtlich ist davon auszugehen, dass eine Arbeitgeberin aufgrund ihrer Fürsorgepflicht in bestimmten Fällen einen Test verlangen und bei einer Weigerung die Lohnzahlung aussetzen kann. Wo der Bundesrat einen Arbeitnehmer aufgrund dessen besonders exponierter Tätigkeit – hier ist insbesondere das Gesundheitswesen gemeint – zur Impfung verpflichten kann, dürfte bei einer Testverweigerung auch eine (ordentliche) Kündigung rechtmässig sein.

Schulrechtlich dürfte ein temporärer Ausschluss des Schülers, der oder dessen Eltern sich weigern, an einem Test teilzunehmen, rechtmässig sein. Es gibt allerdings auch Lehrmeinungen, wonach ein Schulausschluss insbesondere in der obligatorischen Schule nur dann rechtmässig sei, wenn es sich um eine Ausbruchsuntersuchung im Anschluss an ein oder mehrere positive Testergebnisse innerhalb der Schule handle. Bei rein präventiven Tests ist nach dieser Argumentation die Verhältnismässigkeit eines Impfobligatoriums nicht gegeben.

Beendet ein negativer COVID-19 Test die Quarantäne?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja.

Sie müssen sich dafür frühestens am siebten Tag der Quarantäne testen lassen, wobei dies sowohl mit einem COVID-19 PCR-Test als auch mit einem Schnelltest möglich ist. Neu übernimmt der Bund die Kosten für diesen Test. Das negative Testergebnis müssen Sie im Anschluss der zuständigen kantonalen Behörde vorlegen und diese muss der vorzeitigen Beendigung der Quarantäne zustimmen.

Ist dies der Fall, müssen Sie bis zum ursprünglich vorgesehenen Ablauf der Quarantäne ausserhalb Ihrer Wohnung eine Gesichtsmaske tragen und einen Abstand von 1.5 Metern zu anderen Personen einhalten. Für Kinder unter 12 Jahren gilt diese Vorgabe nicht.

(Stand: 15. März 2021)



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