Unfall

Rechtsweg

Was können Ida und Ben machen, wenn sie mit einem Entscheid der Unfallversicherung nicht einverstanden sind? Was können sie unternehmen, wenn sie mit einem Entscheid der Arbeitgeberin nicht einverstanden sind?

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Fristen & Formvorschriften

Unfallversicherung / Grundversicherung

Unfallversicherung/Grundversicherung

  • Ida bzw. Ben kann gegen die Verfügung des Versicherers innerhalb von 30 Tagen Einsprache erheben.
  • Der Versicherer erlässt den Einspracheentscheid innerhalb einer angemessenen Frist, begründet ihn und versieht ihn mit einer Rechtsmittelbelehrung.

Kantonales Versicherungsgericht

  • Zur Beurteilung des Einspracheentscheides bzw. zur Beurteilung der Weigerung des Versicherers, einen Entscheid zu erlassen, ist das Versicherungsgericht in dem Kanton, in welchem Ida bzw. Ben Wohnsitz hat, zuständig.
  • Für das Verfahren kommt das kantonale Verfahrensrecht zur Anwendung. Das Verfahren muss Mindestanforderungen genügen, so muss es beispielsweise in der Regel öffentlich und für die Parteien grundsätzlich kostenlos sein.
  • Das kantonale Versicherungsgericht erlässt seinen Entscheid rasch, begründet ihn und versieht ihn mit einer Rechtsmittelbelehrung. Das Gericht eröffnet den Entscheid schriftlich.

Bundesgericht

  • Ida bzw. Ben können gegen den abschliessenden Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts innerhalb von 30 Tagen Beschwerde beim Bundesgericht einlegen. 
Unfallprävention am Arbeitsplatz

Lohnfortzahlungspflicht

  • Ida muss Forderungen nach Lohnfortzahlung innerhalb von 5 Jahren nach deren Fälligkeit durch die Einreichung eines Schlichtungsgesuchs oder einer Klage stellen.

Lohnfortzahlungspflicht & Unfallprävention am Arbeitsplatz

  • Ida muss gegen die missbräuchliche Kündigung spätestens am Ende der Kündigungsfrist schriftlich Einsprache erheben. Achtung: Die Einsprache muss spätestens am letzten Tag der Kündigungsfrist bei der Arbeitgeberin eingegangen sein. Das Datum des Poststempels ist nicht entscheidend.
  • Hält die Arbeitgeberin an der Kündigung fest, kann Ida innerhalb von 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Klage einreichen. Zuständig für diese Klage ist die Schlichtungsbehörde für Streitigkeiten aus dem Arbeitsvertrag bzw. das Gericht am Wohnsitz oder Sitz der Arbeitgeberin oder an dem Ort, an dem Ida gewöhnlich die Arbeit verrichtet.
  • Kann Ida wegen eines Unfalls nicht arbeiten, darf die Arbeitgeberin während folgender Zeitspannen nicht kündigen:
    • Im ersten Dienstjahr während 30 Tagen
    • Im zweiten Dienstjahr während 90 Tagen
    • Im dritten Dienstjahr während 180 Tagen

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