Covid-19 FAQ

Covid-19 FAQ

Muss ich die Miete trotz Pandemie rechtzeitig zahlen?

Siehe Artikel lexNews.

Ja. Die Vermieterin kann Ihnen sonst, nachdem sie Ihnen eine Zahlungsfrist gesetzt und Ihnen die Kündigung angedroht hat, mit einer Frist von 30 Tagen auf Ende eines Monats kündigen.

Konnten Sie allerdings wegen der Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Corona-Virus Ihre Miete nicht bezahlen, musste die Vermieterin Ihnen anstelle der normalerweise geltenden 30 Tage 90 Tage Zeit geben, um die Miete zu überweisen. Wie für reguläre Kündigungsandrohungen galt, dass Sie Ihnen diese Frist schriftlich setzen sowie die Kündigungsandrohung Ihnen und Ihrem Partner separat zustellen, musste, sofern Sie zusammen mit Ihrem Ehepartner oder mit Ihrem eingetragenen Partner in der Wohnung lebten.

Bezahlten Sie innert dieser Frist nicht, konnte Ihnen die Vermieterin mit einer Frist von 30 Tagen auf Ende eines Monats kündigen. Kündigte die Vermieterin Ihnen vor Ablauf der 90-tägigen Zahlungsfrist, war die Kündigung unwirksam.

Diese Regelung gilt für jene Mieten, die zwischen dem 13. März 2020 und dem 31. Mai 2020 fällig waren.

Weitere Informationen finden Sie unter «Covid-19 FAQ»

(Stand: 1. Juni 2020)

Darf ich aus Angst vor COVID-19 die Besichtigung meiner Wohnung ablehnen?

Nein.

Mietrechtlich ändert sich nichts an der Verpflichtung des Mieters, die Besichtigung durch mögliche Nachmieter zu tolerieren. Die Vermieterin muss die Besichtigungen wie immer rechtzeitig anmelden und auf den aktuellen Mieter Rücksicht nehmen. Namentlich wenn Sie in die Kategorie der besonders gefährdeten Personen fallen (vgl. COVID-Verordnung 3) muss Ihre Vermieterin mit Ihnen eine Lösung finden, damit die Ansteckungsgefahr minimiert ist.


Finden Sie dieses Dokument hilfreich?