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Behörden

Ich arbeite zu sehr unterschiedlichen Pensen. Hat das einen Einfluss auf meine provisorische Steuerrechnung?

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Nicht automatisch. Falls Sie aber den Eindruck haben, dass die provisorische Steuerrechnung nicht zu Ihrer aktuellen Einkommenssituation passt, fragen Sie am besten bei der für Sie zuständigen Steuerbehörde nach. In der Regel ist eine Anpassung möglich, wobei die Umsetzung von Kanton zu Kanton stark variiert. So erhalten Sie beispielsweise im Kanton Basel-Land acht leere Einzahlungsscheine mit einem vorgeschlagenen Beitrag, den Sie je nach aktuellen Einkommensverhältnissen selber anpassen können. Auch im Tessin können Sie individuell berechnete Raten bezahlen. Der Kanton Neuenburg erlaubt eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnung, sofern die Differenz der Steuerbelastung zwischen dem laufenden Jahr und dem Vorjahr mehr als 10 Prozent beträgt.

Übrigens ist der „Kantönligeist“ auch bei der Anzahl der möglichen Raten munter: Je nach Kanton können Sie die provisorische Steuerrechnung in einer (z.B. Kanton Zug) bis zu zwölf (z.B. Kanton Jura) Raten bezahlen. Umgekehrt herrscht bei den Kantonen fast Einigkeit, was Zinsgutschriften für Vorauszahlungen betrifft: Waren die Kantone hier früher grosszügig, gibt es heute für zu viel und / oder zu früh bezahlte Steuern kaum mehr Zinsgutschriften.

Schliesslich lebt der Kantönligeist auch bei der Frage, wann und ob die Steuerbehörden allfällige Verzugszinsen berechnen: Einige Kantone stellen erst dann einen Verzugszins in Rechnung, wenn Sie die definitive Steuerrechnung zu spät zahlen. In anderen Kantonen droht Ihnen jedoch bereits bei der unvollständigen Bezahlung der provisorischen Steuerrechnung ein Verzugszins. Dies insbesondere dann, wenn Sie Ihr aktuelles Einkommen zu tief eingeschätzt und basierend darauf einen zu kleinen Betrag provisorisch einbezahlt haben.