Arbeiten

Darf ein EU-Bürger in jedem Fall in der Schweiz arbeiten?

Nein. Entscheidend ist insbesondere, welche Staatsangehörigkeit die Person hat, die in der Schweiz arbeiten möchte.

Für Staatsangehörige aus der so genannten EU-26 (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik Tschechien, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Ungarn und Zypern) gilt die volle Personenfreizügigkeit gemäss dem Freizügigkeitsabkommen.

Staatsbürger eines EU-26 Landes

Die Person darf in der Schweiz während drei Monaten erwerbstätig sein, ohne dass sie dafür eine Aufenthaltsbewilligung benötigt. Die Arbeitgeberin muss diese Beschäftigung allerdings online anmelden. Diese Meldepflicht gilt sowohl für Arbeitgeberinnen mit Sitz in einem EU-25-Staat wie auch für Arbeitgeberinnen mit Sitz in der Schweiz. Wer selbstständig tätig ist, muss die Selbstständigkeit auf Verlangen der zuständigen Behörden nachweisen können.

Will eine Person mit einer Staatsangehörigkeit der EU-26 länger als drei Monate in der Schweiz erwerbstätig sein, muss sie den zuständigen kantonalen Behörden ein gültiges Reisedokument sowie die Einstellungserklärung der Arbeitgeberin oder eine Arbeitsbescheinigung vorlegen können. Mit diesen Dokumenten erhält sie die Aufenthaltserlaubnis.

Kroatische Staatsangehörige

Für Staatsangehörige aus Kroatien schliesslich gelten Übergangsbestimmungen des Freizügigkeitsabkommens bis zum 31. Dezember 2021. Kroatische Staatsbürger benötigen entsprechend für die unselbstständige Erwerbstätigkeit in der Schweiz in jedem Fall eine Arbeitsbewilligung.

Britische Staatsangehörige

Das Vereinigte Königreich (UK) ist per 31. Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Die Übergangsphase ist am 31. Dezember 2020 abgelaufen, sodass das Freizügigkeitsabkommen für UK-Bürger nicht mehr gilt. Während britische Staatsangehörige mit bereits vor dem 31. Dezember 2020 gültiger Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ihre Rechte behalten, hat der Bundesrat für Neuzuzüger insbesondere Kontingente erlassen.

(Stand: 1. Januar 2021)