Unterwegs

Kann ich frisches Obst als Souvenir mit ins Flugzeug nehmen?

Grundsätzlich ja, sofern Sie aus der EU einreisen.

Auch wenn sie flugsicherheitstechnisch unproblematisch wären: Aufgrund der per 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Pflanzengesundheitsverordnung sind auch unverarbeitete Früchte nicht mehr immer ein legales Mitbringsel, da die pflanzengesundheitsrechtlichen Vorschriften für Importe aus Ländern ausserhalb der EU und einigen Gebieten der EU verschärft wurden.

Einfuhr von Obst aus der EU

Die Einfuhr von unverarbeiteten Früchten aus der EU und aus dem Fürstentum Liechtenstein zum Privatgebrauch ist grundsätzlich erlaubt, da die Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein und die EU einen pflanzengesundheitlichen Raum bilden. Dies gilt allerdings nicht für die Kanarischen Inseln, Ceuta, Melilla sowie Frankreichs Überseedepartemente und –territorien. Diese Inseln und Gebiete gelten als Drittländer, weswegen für den Import die strengeren Regeln betreffend die Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern zur Anwendung kommen. Dies betrifft auch die Einfuhr zum Eigengebrauch, da mit der neuen Pflanzengesundheitsverordnung die entsprechenden Erleichterungen aufgehoben wurden.

Einfuhr von Obst von ausserhalb der EU

Reisen Sie von ausserhalb der EU oder des Fürstentums Liechtensteins ein, dürfen Sie lediglich Ananas, Kokosnüsse, Durians, Bananen und Datteln frei einführen.

Für alle anderen Früchte, selbst wenn Sie sie nur zum Eigengebrauch einführen - sofern für sie nicht ohnehin ein Einfuhrverbot gilt - benötigen Sie ein Pflanzengesundheitszeugnis. Um dieses zu erhalten, müssen Sie den Pflanzenschutzdienst des Ursprungslandes kontaktieren. Spätesten da werden Sie meist merken, dass dies ein sehr aufwendiges Verfahren ist, welches sich für ein Souvenir in der Regel nicht lohnt. Falls Sie das nicht abschreckt und Sie über ein Pflanzengesundheitszeugnis verfügen, müssen Sie Ihr Souvenir spätestens am Tag vor der Einfuhr beim Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst anmelden.