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Kann ich die Weiterbildungskosten von den Steuern abziehen?

Ja. Übernimmt Ihre Arbeitgeberin die Weiterbildungskosten, müssen Sie diese nicht als Einkommen angeben.

Seit gut fünf Jahren sind Weiterbildungskosten auch dann abzugsfähig, wenn Sie sich freiwillig weiterbilden und die Weiterbildung nichts mit Ihrem aktuellen Beruf zu tun hat.

Effektive Weiterbildungskosten abzugsfähig

Die tatsächlichen Kosten für die Weiterbildung können Sie abziehen. Als Weiterbildung gelten dabei berufsorientierte Aus- und Weiterbildungen, sofern Sie über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verfügen oder das 20. Lebensjahr vollendet haben und es sich nicht um die Ausbildungskosten bis zum ersten Abschluss auf der Sekundarstufe II handelt.

Wie der Bundesrat in seiner Botschaft zum «Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung der berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten» ausführt, ist es «unerheblich ob die berufsorientierte Aus- und Weiterbildung zu einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit führt. Es spielt auch keine Rolle, ob die Aus- und Weiterbildung im direkten Zusammenhang mit der Erzielung des gegenwärtigen Erwerbseinkommens steht. Die berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten berechtigen auch dann zum Abzug, wenn nach dem Abschluss der Aus- oder Weiterbildung nicht im erlernten Berufsfeld gearbeitet wird.»

Abzugsfähige Kosten sind neben den eigentlichen Kurskosten auch die Kosten, welche im Zusammenhang mit der Weiterbildung anfallen: So etwa Ausgaben für Bücher oder Reise- und Verpflegungskosten.

Höhe des Abzuges von Weiterbildungskosten

Die Kantone bestimmen für ihre Steuern, welchen Betrag der Weiterbildungskosten Sie abziehen dürfen. Bei den Bundessteuern können Sie jährlich einen Betrag bis zu 12‘000 Franken abziehen.