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Wohnen

Kein Wasser wegen Bauarbeiten! Was kann ich tun?

Sie sollten dies raschestmöglich Ihrer Vermieterin melden. Denn diese ist dafür verantwortlich, dass Sie Ihre Wohnung bestimmungsgemäss nutzen können.

Ihre Vermieterin muss dafür sorgen, dass aus den Leitungen sauberes Wasser kommt. Dies gilt unabhängig vom Verschulden: Also namentlich auch dann, wenn die Wasserversorgung wegen einer benachbarten Baustelle, mit der die Vermieterin nichts zu tun hat, unterbrochen ist.

Meldung an Vermieterin

Kommt kein Wasser mehr aus den Leitungen, müssen Sie dies Ihrer Vermieterin schnell melden. Melden Sie den Mangel nicht oder zu spät und entstehen der Vermieterin deswegen Schäden, haften Sie für den entsprechenden Schaden. Zudem verringern sich so Ihre Chancen auf eine Mietzinsminderung wegen der unterbrochenen Wasserversorgung.

Beseitigung des Mangels

Ihre Vermieterin muss die Wasserversorgung innert angemessener Frist wieder zum Funktionieren bringen. Tut sie dies nicht, können Sie theoretisch den Mangel auf Kosten der Vermieterin beheben lassen. Dies dürfte aber in der Praxis bei einem Wasserunterbruch wegen einer Baustelle kaum möglich sein. Es ist deswegen hier sinnvoller, wenn Sie Ihrer Vermieterin unter Ansetzung einer angemessen Frist schriftlich androhen, den Mietzins zu hinterlegen. Nützt auch dies nichts, können Sie den Mietzins bei der vom Kanton bezeichneten Stelle hinterlegen. Im Anschluss müssen Sie innert 30 Tagen ein Schlichtungsverfahren einleiten lassen, da die Vermieterin sonst den hinterlegten Mietzins wieder erhält.

Minderung Mietzins

Weil die Unterbrechung der Wasserversorgung die Gebrauchstauglichkeit Ihrer Wohnung beeinträchtigt, haben Sie grundsätzlich das Anrecht auf eine Minderung des Mietzinses. Notwendig dafür ist als erstes, dass Sie wie oben beschrieben den Mangel Ihrer Vermieterin gemeldet und dessen Beseitigung gefordert haben. Dann sollten Sie von Ihrer Vermieterin am besten schriftlich die Minderung des Mietzinses verlangen. Ist der Anspruch gerechtfertigt, können Sie die Minderung auch rückwirkend einfordern. Der Anspruch verjährt nach fünf Jahren.