Begriffe&Abkürzungen


Allgemeine Abteilung des Spitals

Abteilung des Spitals, in welcher alle Leistungen von der Grundversicherung gedeckt sind.


Allgemeinversichert

Person, die über die Grundversicherung, aber über keine Zusatzversicherung verfügt.


Amtliches Formular

Vermieter/-in

  • muss für Kündigung der Wohnung und für andere einseitige Änderungen des Mietvertrags ein amtliches Formular verwenden.


Analysenliste

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für die auf der Analysenliste aufgeführten Analysen. Das EDI erlässt die Analysenliste.

Positivliste


Anfechtbar

Entscheid ist gültig, sofern er nicht angefochten wird. Gericht/Behörde berücksichtigt Anfechtbarkeit nicht von Amtes wegen, ob ein Entscheid anfechtbar ist.

Nichtig


Antragsdelikt

Zuständige Behörde verfolgt Straftat nur auf Antrag hin.


Arglistig

Person handelt arglistig, wenn sie ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffen bedient.


Arzneimittelliste mit Tarif (ALT)

Auf der ALT aufgeführte Arzneimittel werden von einer Apothekerin, einem Apotheker hergestellt.

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für diese Arzneimittel. Das BAG erlässt die ALT.

Positivliste


Ärztliche Leistungen (AL)

= Ärztliche Leistungen im TARMED.


Arztzeugnis

Bestätigung der vollen oder teilweisen Unfähigkeit, durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit die im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten.


Auftrag

Vertragliche Übernahme einer Tätigkeit im Interesse oder nach dem Willen der Auftraggeberin, des Auftraggebers.


BAG

=Bundesamt für Gesundheit


Basis-Service-Stufe

Leistungen, welche die obligatorische Krankenversicherung in der allgemeinen Abteilung des Spitals übernimmt.


Begleitbeistandschaft

Von der KESB mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Person eingesetzte Person zur Unterstützung für die Erledigung bestimmter Angelegenheiten.


Belegärztin, Belegarzt

Eine Belegärztin, ein Belegarzt ist vom Spital unabhängig und selbstständig tätig. Eine Belegärztin, ein Belegarzt behandelt die Patientin, den Patienten während des Spitalaufenthalts und falls nötig auch nachher ambulant.


Berufung

Rechtsmittel


Beschwerde

Rechtsmittel


Betreibungsamt

Behörde, welche für das Betreibungsverfahrenzuständig ist.


Betreibungsbegehren

Begehren einer Gläubigerin/eines Gläubigers an das Betreibungsamt, eine Betreibung zu eröffnen.


Betrug

arglistige Täuschung einer Person, um diese dazu zu bringen, sich selbst oder eine andere Person am Vermögen zu schädigen.


Beweislast

Wer für sich ein Recht in Anspruch nimmt, muss die damit zusammenhängenden Tatsachen beweisen.


BFS

=Bundesamt für Statistik


Bonusversicherung

Versicherung, die bei Schadensfreiheit einen Bonus gewährt.


BPV

=Bundesamt für Privatversicherungen


BSV

=Bundesamt für Sozialversicherungen


Compliance

Mitwirkung einer Patientin, eines Patienten an der ärztlichen Diagnosestellung und Therapie.


DRG

=Diagnosis Related Groups

Berechnungsart der Kosten eines Spitalaufenthalts. Bei der DRG stellt das Spital der Krankenkasse Pauschalen in Rechnung, die sich nach dem Schweregrad des Falles richten.


EDI

= Eidgenössisches Departement des Innern


EHRA

= Eidgenössisches Handelsregisteramt

Amt, welches für die Oberaufsicht über die kantonalen Handelsregisterämter zuständig ist.


Eingetragene Partnerschaft

Behördlich anerkannte, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zweier Personen gleichen Geschlechts.


Einrede

Erklärung einer Partei, die geschuldete Leistung zu verweigern.

Verjährung


Einzelleistungstarif

Taxpunkte pro Einzelleistung.



Erbengemeinschaft

Gruppe von mehreren Erbinnen, Erben, denen das Vermögen der Erblasserin, des Erblassers gemeinsam gehört solange die Erbteilung nicht erfolgt ist.


Erklärungsirrtum

Irrende Vertragspartei erklärt etwas, was nicht ihrem Willen entspricht.


EU

= Europäische Union

Wirtschaftliche und politische Vereinigung von den 28 Mitgliedstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.


EU-Fluggastverordnung

EU-Fluggastrechteverordnung


Fahrlässig

Eine Person handelt fahrlässig, wenn sie die Folgen ihres Verhaltens unvorsichtigerweise nicht bedenkt oder keine Rücksicht darauf nimmt.


Fallgruppensystem

System, mittels welchem Fälle nach medizinischen und wirtschaftlichen Kriterien in Fallgruppen kategorisiert werden.

Die Definition der Fallgruppen und die Höhe der Kostengewichte sind schweizweit einheitlich und bilden zusammen die Tarifstruktur des Vergütungssystems.


Fälligkeit

Zeitpunkt, zu welchem Schuldner/-in eine Forderung spätestens begleichen bzw. eine Rechnung spätestens bezahlen muss.


Fallpauschale

Pauschale Vergütung eines operativen Eingriffs.


FMH

= Foederatio Medicorum Helveticorum

Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte.


Franchise

Jährliche Kostenbeteiligung für Leistungen der Grundversicherung.


GDK

= Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren.


Geldmarkthypothek

Hypothek mit fixer Laufzeit, Zinssatz orientiert sich am Libor


Generika

Arzneimittel, die nach Ablauf des Patentes von einem anderen Hersteller als dem Originalhersteller hergestellt werden.


Generika – Liste

Teil der Spezialitätenliste.


Gericht

Unabhängige Institution, welche im Rechtsstreit ein Urteil fällt.


Gerichtsstand

Ort des zuständigen Gerichts.


Gesamtgut

Teil des ehelichen Vermögens im Güterstand der Gütergemeinschaft.

Eigengut


Grenzgängerin, Grenzgänger

Ausländische Person, welche ihren Wohnsitz im grenznahen Ausland hat und im benachbarten grenznahen Inland erwerbstätig ist.


GRSP

= Groupement romand des services de santé publique.


Grundlagenirrtum

Eine Vertragspartei hat sich über einen Punkt des Vertrags grundlegend geirrt, weil er sich nach Treu und Glauben auf diesen Punkt verlassen durfte.


Grundversicherung

Versicherung, welche die in dem KVG für die Grundversicherung definierten Leistungen erbringt. Jede Krankenkasse erbringt im Rahmen der Grundversicherung die gleichen Leistungen. Jede Krankenkasse muss jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz auf deren Antrag in die Grundversicherung aufnehmen.

= obligatorische Krankenpflegeversicherung

 Zusatzversicherung


Haftpflichtversicherung

Versicherung, welche den Vermögensschaden übernimmt der entsteht, weil versicherte Person Ansprüche Dritter befriedigen muss.


Halbprivate Abteilung des Spitals

Abteilung des Spitals, deren im Vergleich zu den Leistungen der allgemeinen Abteilung des Spitals zusätzlichen Leistungen von der Zusatzversicherung der halbprivat versicherten Personen gedeckt sind.


Halbprivat versichert

Person, welche neben der Grundversicherung über eine Zusatzversicherung für die halbprivate Abteilung des Spitals verfügt.


Handlungsfähig

Eine Person ist handlungsfähig, wenn sie durch eigene Handlungen Rechte und Pflichten begründen kann. Dies ist dann der Fall, wenn sie mündig und urteilsfähig ist.


Hausarztmodell

Modell der Grundversicherung, in welchem sich die Versicherten im Krankheitsfall verpflichten, erst die Hausärztin, den Hausarzt zu konsultieren.

 Managed Care System


Heimtaxe

Kosten für einen Aufenthalt im Heim, die über die Leistung der Grundversicherung hinausgehen.

 Pflegetaxe


Hilflosigkeit

Hilflosigkeit ist die Beeinträchtigung der Gesundheit, wegen der die betroffene Person dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf.


HMG

= Heilmittelgesetz.


HMO

= Health Maintenance Organization


HMO-Modell

Modell der Grundversicherung,in welchem sich die Versicherten verpflichten, sich von einer ausgwählten HMO-Ärztin, einem ausgewählten HMO-Arzt betreuen zu lassen.

 Managed Care System


Höchstpersönliches Recht

Recht, das einer Person um ihrer Persönlichkeit willen zusteht. Die Ausübung eines höchstpersönlichen Rechts kann nicht durch eine Vertretung erfolgen.


ICD-10

= International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems

Internationale Klassifikation von Krankeheiten und verwandten Gesundheitsproblemen.

TARMED


Inkassobüro

Private Firma, die

  • im Auftrag Mahnungen verschickt oder
  • sich Forderungen abtreten lässt, welche sie dann im eigenen Namen bei der Schuldnerin, dem Schuldner, einfordert.


Intestaterbfolge

Gesetzliche Erbfolge


Invalidität

Die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.


IPRG

= Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht



IV

= Invalidenversicherung

Obligatorische Versicherung welche invaliden Versicherten die Existenzgrundlage über Eingliederungsmassnahmen und/oder Geldleistungen sichert.


Juristische Person

In der Regel Unternehmen, welche zu allen Rechten und Pflichten fähig sind, die nicht im notwendigen Zusammenhang mit einer natürlichen Person stehen.


Kantonale Spitalliste

Spitäler auf dieser Liste dürfen ihre Leistungen bei der Grundversicherung sowie bei dem Wohnkanton der Patientin, des Patienten abrechnen.


KLV

= Krankenpflege-Leistungsverordnung.


Kollektivversicherung

Versicherung zwischen Arbeitgeberin, Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberorganisationen und Berufsverbänden bzw. Arbeitnehmerorganisationen.


Komplementärmedizin

zur Schulmedizin alternative Medizin.


Konkubinat

Lebensgemeinschaft zweier Personen, die weder eine Ehe geschlossen noch eine Partnerschaft eingetragen haben.


Kontrahierungszwang

Versicherer muss mit allen Leistungserbringern, die den Tarifvertrag in der Grundversicherung beachten, zusammenarbeiten.


Kopfpauschale

Leistungserbringer erhalten Pauschale pro zugeteilter versicherter Person. Das HMO-Modell arbeitet mit diesem System.


Kostenbeteiligung

Franchise und Selbstbehalt.


Kostenerstattungsprinzip

Versicherte Person schuldet dem Leistungserbringer das Honorar und kann dieses vom Versicherer zurückfordern.

tiers garant


Kostenträger

Krankenkasse, Unfallversicherer.


Krankenkasse

Versicherung, die Grundversicherung und Zusatzversicherung anbietet sowie vom EDI anerkannt ist.


Krankenversicherung nach KVG

Versicherung, die Grundversicherung sowie die freiwillige Taggeldversicherung nach KVG anbietet.


Krankheit

Jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat.

Unfall


Kündigungstermine

Ortsübliche Kündigungstermine.


KVG

= Bundesgesetz über die Krankenversicherung.


Lebensversicherung

Versicherung, mittels welcher Versicherungsnehmerin, Versicherungsnehmer

  • Ihre, seine Familie im Falle ihres, seines Todes absichert oder
  • Kapital bildet für die eigene Altersvorsorge


Leistungserbringer

Personen, die Leistungen zulasten der Grundversicherung erbringen:

  • Ärztinnen, Ärzte
  • Apothekerinnen, Apotheker
  • Hebammen
  • usw.

Organisationen, die Leistungen zulasten der Grundversicherung erbringen:

  • Spitäler
  • Pflegeheime
  • Geburtshäuser
  • Transport- und Rettungsunternehmen
  • usw.


LEP

= Leistungserfassung in der Pflege.


Letztwillige Verfügung

Einseitige und in der Regel (siehe aber Nottestament)schriftliche Willenserklärung einer Erblasserin, eines Erblassers, was mit ihrem, seinen Vermögen geschehen soll.


LOA

=Leistungsorientiertes Abgeltungsmodell für Medikamente


Managed Care System

Modell der Erbringung einer Leistung der Grundversicherung, das auf einer Vernetzung der Leistungserbringer und der Krankenkassen beruht.

Hausarztmodell

HMO-Modell

Telmed-Modell


Medgate

Medizinisches Informations- und Erstberatungszentrum.


Mediation

Freiwilliges Verfahren zur Aussöhnung der Parteien und Alternative zum Verfahren vor Gericht.

Schlichtungsverfahren




MiGel-Liste

= Mittel- und Gegenständeliste

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für die auf der MiGel-Liste aufgeführten Mittel und Gegenstände. Das EDI erlässt die MiGel-Liste.

 Positivliste


Moral Hazard

Verhaltensänderung einer versicherten Person nach Abschluss des Versicherungsvertrages.


Mündig

Person über 18 Jahren, die nicht unter umfassender Beistandschaft steht.


Mündlicher Vertrag

Vertrag, der aufgrund von übereinstimmenden Aussagen geschlossen und nicht schriftlich festgehalten wurde.


Mutterschaft

Schwangerschaft, Niederkunft und nachfolgende Erholungszeit der Mutter.


Naturalleistungsprinzip

Leistungserbringer stellt der versicherten Person die versicherte Leistung direkt zur Verfügung.


NBUV

= Nichtbetriebsunfallversicherung


Nichtigkeit, nichtig

Entscheid ist unwirksam

Gericht/Behörde berücksichtigt Nichtigkeit von Amtes wegen.

anfechtbar


Nichtpflichtleistungen

Leistungen, die nicht in der Grundversicherung enthalten sind.


Nottestament

letztwillige Verfügung, die Erblasserin, Erblasser zwei Zeuginnen, Zeugen mündlich mitteilt.


Obligatorische Krankenversicherung

Grundversicherung


Offizialdelikt

Zuständige Behörde verfolgt Straftatvon Amtes wegen.

Antragsdelikt


Ohne Garantie

Ausschluss jeder Leistung aufgrund einer Garantie.


OR

= Obligationenrecht


Ordre public

Nicht fix definierte Grundregeln der inländischen öffentlichen Ordnung.



Patientenverfügung

Schriftliche Willensäusserung, ob und welche medizinischen Behandlungen in dem Fall vorgenommen werden sollen, wenn man selbst seinen eigenen Willen nicht mehr äussern kann.


Persönlichkeitsrecht

Recht, das die Persönlichkeit vor Eingriffen schützt.


Persönlichkeitsschutz

Schutz einer natürlichen Person vor übermässiger Bindung sowie vor Verletzungen körperlicher und geistiger Art.


Pflegetaxe

Kosten für einen Aufenthalt im Heim, welche die Grundversicherung übernimmt.

Heimtaxe


Pflichtleistungen

Leistungen, die die Grundversicherung übernimmt.


Positivlisten

Abschliessende Liste mit Leistungen, die die Grundversicherung übernimmt.


Prämie

Leistung der versicherten Person an die Versicherung.


Prämienverbilligung

Verbilligung der Prämie der Grundversicherung durch Bund und Kantone.


Prepaid – SIM Karte

SIM-Karte mit aufladbarem Guthaben.


Provider

An der Internetkommunikation Beteiligte :


Prozessfähigkeit

Prozessfähig ist, wer handlungsfähig ist.

Wer prozessfähig ist, hat das Recht, einen Prozess selber zu führen.


Rechtsmittel

Begehren einer Partei an ein oberinstanzliches Gericht, dass dieses den Entscheid des unterinstanzlichen Gerichts überprüfen soll.



Rechtsöffnung

Gläubiger-/in kann mit Rechtsöffnung beim Gericht die Beseitigung des Rechtsvorschlages verlangen.



Rechtsvorschlag

Betriebene Person teilt Gläubiger/-in via Betreibungsbeamten/-in (mündlich) oder via Betreibungsamt (schriftlich) mit, dass sie dessen / deren Forderung nicht anerkennt.



Revision

Rechtsmittel


Risikoausgleich

Krankenkassen mit einer gutenRisikostruktur leisten Ausgleichszahlungen an Krankenkassen mit einer schlechten Risikostruktur.


Risikoschwangerschaft

Die Grundversicherung übernimmt ohne Kostenbeteiligung die in der KLV definierten Leistungen bei einer Risikoschwangerschaft.


Risikostruktur

Art der Versicherten einer Krankenkasse. Krankenkassen mit einer guten Risikostruktur haben Versicherte mit unterdurchschnittlichen Krankheitskosten. Krankenkassen mit einer schlechten Risikostruktur haben Versicherte mit überdurchschnittlichen Krankheitskosten.


Rücktrittsrecht

Recht, von einem bereits abgeschlossenen Vertrag zurückzutreten.


santésuisse

Branchenorganisation der Schweizer Krankenkassen im Bereich der Sozialen Krankenversicherung.


Satellitenschüssel

Parabolantenne für Satellitenrundfunkempfang

Vermieter/-in kann fixe Montage verbieten


Schadensfreiheitsrabatt

Vergünstigung der Prämie, wenn versicherte Person im Vorjahr keinen Schaden angemeldet und damit Kosten verursacht hat.


SchKG

= Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz


Schlechterfüllung

Von der versprochenen Leistung abweichende Erfüllung des Vertrages.


Schlichtungsverfahren

Obligatorisches Verfahren mit dem Ziel, die Parteien auszusöhnen und Vorstufe zum Verfahren vor Gericht.

Mediation


Schulmedizin

Komplementärmedizin


Schwangerschaft, normale

Die Grundversicherung übernimmt ohne Kostenbeteiligung insbesondere die Kosten von

  • Sieben Vorsorgeuntersuchungen
  • Zwei Ultraschallkontrollen
  • Laboranalysen
  • Einem Teil der von einer Hebamme geleiteten Geburtsvorbereitungskurse
  • Stationäre oder ambulante Entbindung
  • Drei Stillberatungen

Risikoschwangerschaft


Selbstbehalt

Ein Teil der Kostenbeteiligung der versicherten Person. Der Selbstbehalt beträgt 10-20% der Kosten, die den Betrag der jährlichen Franchise übersteigen.


Selbstunfall

Unfall ohne Dritteinwirkung.


Soziale Krankenversicherung

Grundversicherung und Taggeldversicherung nach KVG.


Spezialitätenliste

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für die auf der Spezialitätenliste aufgeführten Arzneimittel. Das BAG erlässt die Spezialitätenliste.

 Positivliste


Streitwert

Summe, um welche es in einem Verfahren vor Gericht geht.


suva

= Schweizerische Unfallversicherungsanstalt


Taggeldversicherung nach KVG

Versicherung, die das Risiko eines vorübergehenden Lohnausfalls bei einer teilweisen oder vollen Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, Mutterschaft oder Unfall abdeckt. Die Krankenkassen müssen auf Antrag in der Schweiz erwerbstätige Personen zwischen 15 und 65 Jahren in die Taggeldversicherung nach KVG aufnehmen. Die Krankenkassen müssen sich bei den Vertragsbedingungen nach dem KVG richten.


Taggeldversicherung nach VVG

Versicherung, die das Risiko eines vorübergehenden Lohnausfalls bei einer teilweisen oder vollen Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, Mutterschaft oder Unfall abdeckt. Die Versicherer haben Vertragsfreiheit und können insbesondere den Antrag einer Person auf Aufnahme in die Taggeldversicherung nach VVG ablehnen.


Tarifschutz

Die Leistungserbringer müssen sich an die vertraglich oder behördlich festgelegten Tarife und Preise halten.

 TARMED


TARMED

= tarif médical

Von der FMH und der santésuisse verabschiedeter Tarifvertrag, in welchen die Preise für die ambulanten ärztlichen Leistungen definiert sind.


Telmed-Modell

Modell der Grundversicherung, in welchem sich die Versicherten verpflichten, sich vor dem Besuch einer Ärztin, eines Arztes an eine telefonische Beratungsstelle zu wenden.


Tiers garant

Der Versicherer vergütet der versicherten Person die Honorarkosten, welche diese dem Leistungserbringer bereits bezahlt hat.

 Kostenerstattungsprinzip


Tiers payant

Der Versicherer vergütet das Honorar direkt dem Leistungserbringer.

Naturalleistungsprinzip


Umlageverfahren

Verfahren einer Versicherung, wonach die einbezahlten Beiträge laufend für die versicherten Leistungen wieder ausbezahlt werden.


Unfall

Die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Krankheit



Urteilsfähigkeit / urteilsfähig

Urteilsfähig ist jede Person, die vernunftgemäss handeln kann. Dies ist dann der Fall, wenn sie nicht wegen Kindesalters, geistiger oder psychischer Behinderung oder temporärer Störungen unfähig ist, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu erkennen.


Urteilsvorschlag

Vorschlag der Schlichtungsbehörde bis zu Streitwert von CHF 5‘000.-

  • Bei Annahme durch Parteien hat Urteilsvorschlag die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils.
  • Bei Ablehnung durch Parteien erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung.


UVG

= Unfallversicherungsgesetz


Verjährung, verjährt

Ein verjährter Anspruch ist nicht mehr durchsetzbar, weil eine bestimmte Frist abgelaufen ist.

Gericht/Behörde berücksichtigt Verjährung nicht von Amtes wegen. Partei muss Einrede machen

Verwirkung


Vertrag

Übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung zweier oder mehrerer Parteien.


Vertrauensärztin, Vertrauensarzt

Die Versicherung kann nach Rücksprache mit den kantonalen Ärztegesellschaften Vertrauensärztinnen, Vertrauensärzte bestellen, welche folgende Voraussetzungen erfüllen :

  • Erfüllung Zulassungsvoraussetzungen nach KVG
  • Mindestens fünf Jahre in Arztpraxis oder in leitender spitalärztlicher Stellung tätig

Arbeitgeberin, Arbeitgeber kann in Personalreglement oder Arbeitsvertrag frei bestimmen, ob und wenn er als Vertrauensärztin, Vertrauensarzt bestellen will.


Vertretungsbeistandschaft

Von der KESB, auch ohne Zustimmung der hilfsbedürftigen Person, eingesetzte Person, die die hilfsbedürftige Person in bestimmten Angelegenheiten vertritt.


Verwirkung, verwirkt

Ein verwirkter Anspruch besteht nicht mehr, weil eine bestimmte Frist abgelaufen ist

Gericht oder Behörde berücksichtigt Verwirkung von Amtes wegen.

Verjährung


Volljährig

natürliche Person über 18 Jahren.


von Amtes wegen

Gericht oder Behörde bezieht eine Tatsache mit in seine bzw. ihre Entscheidfindung ein, auch wenn keine Partei den entsprechenden Antrag stellt.


Vorsorgliche Beweisführung

Beweisabnahme, welche das Gericht vor Abschluss des Hauptverfahrens durchführt.


Vorvertrag

Vertrag, mit welchem sich die Parteien verpflichten, einen weiteren Vertrag abzuschliessen.


VVG

= Versicherungsvertragsgesetz


Widerrufsrecht

Rücktrittsrecht


WZW-Formel

Formel, wonach die Leistungen der Grundversicherung wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein müssen.


Zahlungsverzug

Schuldner/-in zahlt fällige Forderung nicht, obwohl er/sie weiss, dass er/sie Forderung begleichen müsste.


ZPO

= Zivilprozessordnung


Zusatzversicherung

Versicherung, welche ambulante Zusatzversicherungen und Spitalversicherungen gemäss VVG anbietet. Jede Krankenkasse ist im Rahmen des VVG frei, welche Versicherungen sie anbietet. Jede Krankenkasse darf den Antrag einer Person auf Aufnahme in die Zusatzversicherung ganz oder teilweise ablehnen.

 Grundversicherung