Schwangerschaft

Rechtsweg

Was kann ich tun, wenn meine Krankenkasse die Mutterschaftsleistungen nicht korrekt abrechnet? Wie kann ich gegen meine Arbeitgeberin vorgehen, wenn sie die Schutzbestimmungen für schwangere oder stillende Mütter nicht einhält?

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Riskiere ich die Kündigung, wenn ich mich für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einsetze?

Kündigt die Arbeitgeberin der Angestellten, weil diese den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz durchsetzen will, ist die Kündigung grundsätzlich missbräuchlich. Die gekündigte Mitarbeiterin kann gegen die Kündigung Einsprache erheben sowie eine Entschädigung verlangen. (vgl. auch: «Gekündigt nach Mutterschaftsurlaub: Immer erlaubt nach Reorganisation?»)

Fristen & Formvorschriften

• Die Angestellte muss gegen die missbräuchliche Kündigung spätestens am Ende der Kündigungsfrist schriftlich Einsprache erheben. Aufgepasst: Die Einsprache muss spätestens am letzten Tag der Kündigungsfrist bei der Arbeitgeberin eingegangen sein. Das Datum des Poststempels ist nicht entscheidend.

• Hält die Arbeitgeberin an der Kündigung fest, kann die Angestellte innerhalb von 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Klage einreichen. Zuständig für diese Klage ist die Schlichtungsbehörde für Streitigkeiten aus dem Arbeitsvertrag bzw. das Gericht am Wohnsitz oder Sitz der Arbeitgeberin oder an dem Ort, an dem die Angestellte gewöhnlich die Arbeit verrichtet.

Aufgepasst: Erfolgt die Kündigung in der Sperrfrist, ist sie nichtig und die Angestellte muss keine Einsprache erheben. Die Sperrfrist dauert von Beginn der Schwangerschaft bis 16 Wochen nach der Niederkunft. (mehr zum Thema: «Ich bin schwanger. Darf mir meine Arbeitgeberin deswegen kündigen?»)


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