Behörden

Muss ich Mitarbeiterrabatte als Einkommen deklarieren?

Das kommt unter anderem auf die Höhe des Rabatts an und darauf, ob Sie die vergünstigt bezogene Leistung zum Eigengebrauch nutzen.

Steuerrechtlich gelten alle Einkünfte, so auch geldwerte Vorteile, aus dem Arbeitsverhältnis als steuerbares Einkommen. Gewisse Vergünstigungen müssen Sie aber nicht deklarieren.

Geringfügiger Betrag

Liegt der eingesparte Betrag unter dem in der AHV als «geringfügig» bezeichneten Betrag von aktuell 2300 CHF, müssen Sie ihn grundsätzlich nicht deklarieren. Liegt er hingegen darüber, müssen Sie den vollständigen Betrag als Gehaltsnebenleistung angeben.

Eigengebrauch des Arbeitnehmers

Nicht zwingend eine gute Strategie ist es, Ihr Einkommen aufzubessern, indem Sie verbilligt bezogene Ware weiterverkaufen: Möglicherweise ist Ihre Arbeitgeberin über Ihre Idee nicht glücklich. Zudem müssen Sie den vermeintlich eingesparten Betrag als Gehaltsnebenleistung angeben, selbst wenn er unter 2300 CHF liegt. Letzteres gilt auch, wenn Sie Ihren Mitarbeiterrabatt an Ihnen nahestehende Personen weitergeben: Dieser Betrag gilt in jedem Fall als steuerbares Einkommen.

Selbstkostenpreis als Untergrenze

Ist Ihre Arbeitgeberin sehr grosszügig und bietet Ihnen Leistungen zu einem Preis an, der ihre Selbstkosten nicht deckt? Auch das sollten Sie erst durchrechnen: Diesen Rabatt müssen Sie unabhängig vom Betrag als Gehaltsnebenleistung angeben.

Steuerfreie Leistungen

Umgekehrt kann aber auch die Steuerbehörde grosszügig sein: So müssen Sie beispielsweise den Gratis-Parkplatz am Arbeitsort, REKA-Check-Vergünstigungen bis 600 CHF pro Jahr oder Konzertkarten bis 500 CHF pro Ereignis nicht deklarieren.