Arbeitszeit

Arbeitszeit planen & erfassen, Überstunden & Minusstunden

Die Arbeitgeberin muss die Arbeitszeit planen und die Arbeitnehmer angemessen informieren. Ist es betrieblich notwendig, muss der Arbeitnehmer jedoch grundsätzlich auch Planänderungen und Mehrarbeit in Kauf nehmen.


Wer muss die Stunden aufschreiben?

Die Arbeitgeberin muss die geleistete Arbeitszeit gegenüber den zuständigen Organen belegen können. In der Regel schreibt der Arbeitnehmer seine Arbeitszeiten auf. Von der Zeiterfassungspflicht gibt es vier wichtige Ausnahmen:

  • Ein GAV kann für bestimmte Kategorien von Arbeitnehmern den Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung festlegen, wobei die Arbeitgeberin mit den betroffenen Arbeitgebern den Verzicht individuell und schriftlich vereinbaren;
  • Die Mehrheit der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmervertretung kann zusammen mit der Arbeitgeberin die vereinfachte Arbeitszeiterfassung vereinbaren;
  • In Kleinbetrieben bis 50 Personen kann die Arbeitgeberin individuell mit den Arbeitnehmern die vereinfachte Zeiterfassung vereinbaren;
  • Ist das Arbeitsgesetz nicht anwendbar (vgl. oben), gelten auch die Vorgaben zur Erfassung der Arbeitszeit nicht.
Zahlen, Fristen, Formvorschriften

Reguläre Arbeitszeiterfassung

  • Die Arbeitgeberin muss die Belege der Arbeitszeiterfassung während mindestens 5 Jahren aufbewahren.

Verzicht auf Arbeitszeiterfassung

  • Die Arbeitgeberin muss mit dem Arbeitnehmer den allfälligen Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung gemäss GAV schriftlich und individuell vereinbaren. Arbeitgeberin und Arbeitnehmer können diese Vereinbarung jährlich widerrufen.

Vereinfachte Arbeitszeiterfassung

  • In einem Betrieb mit weniger als 50 Mitarbeitern muss die Arbeitgeberin mit ihrem Arbeitnehmer die vereinfachte Arbeitszeiterfassung schriftlich vereinbaren.
  • Bei grösseren Betrieben muss die Arbeitgeberin die vereinfachte Arbeitszeiterfassung dokumentieren können.

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