Unterwegs

Darf ich mein Auto auf meinem Parkplatz waschen?

Gewässerschutzgesetz, Polizeiverordnungen und allenfalls das Wasserreglement schränken die Möglichkeiten, ein Auto privat zu waschen, ein.

Das Gewässerschutzgesetz beinhaltet den Grundsatz, keine «Stoffe, die Wasser verunreinigen können, mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einzubringen oder sie versickern zu lassen». Wer also sein Auto schamponiert, muss sicherstellen, dass das Schmutzwasser nicht versickern kann. Dabei spielt es übrigens keine entscheidende Rolle, ob die Verpackung damit wirbt, dass das Reinigungsmittel gut biologisch abbaubar ist: So oder so riskiert eine Strafe, wer bei der Autowäsche Schmutzwasser versickern lässt. Ist der Parkplatz an ein System angeschlossen, das die Abwasser in zwei getrennte Kanalisationsnetze führt, ist eine private Autowäsche allenfalls möglich. Es lohnt sich aber gleichwohl, bei der zuständigen Gemeinde nachzufragen, ob dieser Anschluss an eine Schmutzwasserkanalisation reicht oder ob es weitere Gewässerschutzvorschriften zu beachten gibt.

Neben dem Gewässerschutz gilt es auch, ein allfälliges Wasserreglement zu beachten. Namentlich bei Wassermangel kann die Gemeinde die Autowäsche einschränken oder verbieten.

Falls die Autowäsche grundsätzlich möglich ist, ist auch noch die lokale Polizeiverordnung zu konsultieren. Denn diese sieht möglicherweise ein Autowaschverbot während der Mittags- und Nachtruhe sowie sonntags vor. Solche Vorschriften finden sich teilweise auch in Hausordnungen. (Siehe auch: «Ist Fussballspielen im Garten ein Kündigungsgrund?»)

Aktualisiert am 11. Juli 2024