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Es schneit heftig, der Skilift fällt aus. Kriege ich mein Geld zurück?

Das kommt auf den Skilift bzw. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von dessen Betreiberin an. Schliessen die AGB eine Rückerstattung bei einem Betriebsunterbruch aus, kriegen Sie den Kaufpreis des Skibillets nicht zurückerstattet. Umgekehrt haben Sie einen Anspruch auf Rückerstattung, wenn die AGB diesen festhalten.

Sehen die AGB gar nichts vor, kommt das Obligationenrecht zur Anwendung. Gemäss diesem haben Sie Anspruch auf die ganze oder teilweise Rückerstattung des Kaufpreises – je nachdem, ob Sie wegen des Betriebsunterbruches ganz oder nur teilweise nicht skilaufen konnten.

Eine schlechte Idee der Betreiberin wäre es übrigens, wenn sie wegen ihrer Rückerstattungsklausel die Skilifte unabhängig von der bekannten oder vorhersehbaren Wetterlage laufen lassen würde. Die Skiliftbetreiberin ist für die Sicherheit ihres Betriebes verantwortlich.

Wird durch den Betrieb ein Mensch getötet oder verletzt, haftet die Betreiberin nach den Bestimmungen des Obligationenrechts für diesen Schaden. Sie haftet bei einem Unfall aufgrund einer bestimmten Wetterlage wie beispielsweise einem Sturm nur dann nicht, wenn der Unfall eine andere Hauptursache hat. So beispielsweise, wenn es keine Wetterwarnungen gab oder der Unfall auf grobes Verschulden der geschädigten oder einer dritten Person zurückzuführen ist.