Unterwegs

Was muss ich beim Bau eines Ferienhauses beachten?

Beim Bau eines Ferienhauses spielt insbesondere das Zweitwohnungsgesetz eine wichtige Rolle, aber auch bei der Finanzierung gibt es höhere Hürden.

Je nachdem wie hoch der Zweitwohnungsanteil in Ihrer Wunsch-Feriengemeinde ist, können Sie kein neues Ferienhaus mehr bauen. Scheitern kann Ihr Traum vom Ferienhaus auch daran, dass Sie für die Finanzierung insbesondere nicht auf Ihre Vorsorgegelder zurückgreifen können.

Zweitwohnungsgesetz

Wenn Sie ein Ferienhaus neu bauen möchten, müssen Sie das Zweitwohnungsgesetz beachten. Liegt der Anteil an Zweitwohnungen bereits über 20%, darf die Standortgemeinde den Bau Ihres Ferienhauses grundsätzlich nicht bewilligen. Eine Hintertür gibt es allerdings für Ferienwohnungen innerhalb eines «strukturierten Beherbergungsbetriebs», also namentlich innerhalb eines Hotels oder hotelähnlichen Betriebs: Ist dieses Feriendomizil nicht auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten und vermieten Sie es dauerhaft zur ausschliesslich kurzzeitigen Nutzung an Feriengäste, gilt es als «touristisch bewirtschaftete Wohnung» und fällt nicht unter die 20%-Regel.

Finanzierung

Während Sie zur Finanzierung Ihres Eigenheims auf Ihre Vorsorgegelder zurückgreifen dürfen, ist dies bei der Finanzierung Ihres Feriendomizils nicht erlaubt. Massgeblich ist dabei, ob Sie in dem Haus Ihren Wohnsitz oder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

In der Praxis verlangen die Banken zudem bei der Finanzierung eines Ferienhauses einen höheren Eigenkapitalanteil als bei der Finanzierung des Hauptwohnsitzes: In der Regel müssen Sie bei einem Ferienhaus 30 – 50% des Kaufpreises selbst finanzieren. Ist Ihr Eigenheim zudem ebenfalls bereits mit einer Hypothek belastet, wird die Bank je nach Ihren Einkommensverhältnissen einen noch höheren Eigenmittelanteil für die Finanzierung Ihres Zweitdomizils verlangen.