Konsum & Internet

Ist die Onlinehändlerin an den versprochenen Rabatt gebunden?

Grundsätzlich ja. Richtet sich das Angebot der Onlinehändlerin an Konsumenten, muss diese den tatsächlich zu bezahlenden Preis in Schweizer Franken angeben.

Haben Sie aufgrund dieser Preisangabe Waren bestellt, muss die Onlinehändlerin Ihnen die Ware zu dem vereinbarten Preis überlassen. Mit einer Ausnahme: Wenn die Online – Händlerin irrtümlich einen wesentlich zu tiefen Preis angegeben hat, ist der entsprechende Vertrag für sie unverbindlich.

Nicht jeder Vergleichspreis erlaubt

Einen Phantasierabatt darf die Onlinehändlerin wie jede andere Person, die ihre Produkte an Konsumenten verkauft, nicht angeben. Sie darf zwar bei der Preisangabe einen Vergleichspreis angeben, wenn sie selber oder die Konkurrenz das Produkt tatsächlich zu dem höheren Preis verkauft haben oder immer noch verkaufen. Ebenfalls erlaubt ist es, mit einem Einführungspreis zu werben. Dieser höhere Vergleichspreis muss aber realistisch sein: Beispielsweise weil die Konkurrenz das Produkt tatsächlich zu dem Preis anbietet oder weil die Händlerin das Produkt in Kürze selbst zu dem Preis anbieten wird.

(vgl. "Darf ein Online-Shop sich weigern, mir bezahlte Ware nicht zu liefern?")