Unterwegs

Muss ich nüchtern sein, wenn ich ein Gummiboot fahre?

Nüchtern nicht gerade, aber fahrfähig müssen Sie sein. Neu gilt  für das Führen eines motorlosen Gummibootes die Obergrenze von 0.50 Gewichtspromille nicht mehr.

Wer wegen Alkoholeinflusses nicht über die erforderliche körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verfügt, gilt nicht nur im Strassenverkehr, sondern auch im Schiffsverkehr als fahrunfähig. Wer fahrunfähig ist, darf kein Schiff führen. Seit Januar 2020 definiert die Binnenschifffahrtsverordnung nicht mehr ab welchem Promillewert jemand als fahrunfähig gilt.

Lockerung für motorlose Boote ab 2020

Ab Anfang 2020 gelten namentlich für Personen, die ein kleines, nicht motorisiertes Gummiboot fahren, gelockerte Vorschriften. Die Fahrunfähigkeit gilt bei ihnen ab einer Grenze von 0.50 Promille nicht mehr automatisch als erwiesen. Gleichwohl muss auch, wer ein Gummiboot fährt, fahrtüchtig sein. Die Polizei kann deswegen diese Personen ebenfalls nach wie vor einer Atemalkoholprobe unterziehen.

Bei Unfall nicht fein raus

Auch in Zukunft gilt – und dies unabhängig davon, ob Sie mit einer Yacht oder einem Gummiboot unterwegs sind – dass Sie zur Aufklärung des Unfallherganges beitragen müssen, sofern Sie an einem Bootsunfall beteiligt waren. Namentlich wenn durch den Unfall Menschen verletzt oder gar getötet wurden, ist zudem unverzüglich die Polizei zu benachrichtigen. Diese wird bei Ihnen allenfalls eine Alkoholmessung durchführen. Zeigt die Messung, dass Sie (zu viel) Alkohol getrunken haben, dürfte sich das in einem allfälligen späteren Gerichtsverfahren oder bei der Berechnung von Versicherungsleistungen negativ auf Sie auswirken.

(Stand: 20.02.2020)