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Wie kann ich mich gegen ungerechtfertigte Betreibungen wehren?

Seit dem 1. Januar 2019 gibt es diese Möglichkeit: Wer ungerechtfertigt betrieben wird, kann sich künftig besser gegen die Folgen dieser Betreibung wehren. Das Betreibungsamt darf Dritten keine Auskunft mehr über eine hängige Betreibung geben, wenn die betriebene Person dies mit einem Gesuch verlangt. Sie kann das Gesuch frühestens drei Monate ab Zustellung des Zahlungsbefehls beim Betreibungsamt stellen. Ist die Gläubigerin nicht damit einverstanden, dass das Betreibungsamt Dritten keine Auskunft mehr über die Betreibung erteilt, muss sie den Nachweis erbringen, dass sie rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages hat einleiten lassen.

Weiter kann die betriebene Person jederzeit verlangen, dass die Gläubigerin die Beweise für ihre Forderung beim Betreibungsamt zur Einsicht vorlegt.

Die Bundesversammlung hat die entsprechende Änderung des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes am 16. Dezember 2016 beschlossen, der Bundesrat hat sie auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt.