Sextortion

Rechtsweg

Ben wurde Opfer von Sextortion und will sich auf dem Rechtsweg wehren. Wie muss er dabei vorgehen?

Downloads

Zivilverfahren

Gegenstand

Wer droht, gegen den Willen einer Person Aufnahmen von ihr zu verbreiten oder wer die Aufnahmen tatsächlich verbreitet, begeht eine zivilrechtliche Persönlichkeitsverletzung. Ben kann deswegen beim Gericht beantragen, die drohende Verletzung zu verbieten, die bestehende Verletzung zu beseitigen oder die Widerrechtlichkeit der Verletzung festzustellen. Vorbehalten bleiben die Klagen auf Schadenersatz und Genugtuung sowie auf Herausgabe eines Gewinnes.

Insbesondere bei Sextortion im persönlichen Umfeld kann Ben zudem auch beantragen, dass ein Gericht der Person verbietet, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Verfahren

Lautet die Klage auf einen Betrag unter 30 000 CHF und / oder auf das Verbot der Kontaktaufnahme, entscheidet das Gericht im vereinfachten Verfahren. Das Verfahren beginnt grundsätzlich mit einem Schlichtungsversuch. Gegen den erstinstanzlichen Entscheid kann eine Partei Berufung einlegen. Gegen den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid steht die Beschwerde ans Bundesgericht zur Verfügung.

Kosten

Das Gericht kann von der klagenden Partei einen Vorschuss bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen. Das Gericht auferlegt die Gerichtskosten und die Parteientschädigung grundsätzlich der unterliegenden Partei.


Finden Sie dieses Dokument hilfreich?