Begriffe&Abkürzungen


Abmahnung

Verwarnung


ab Platz

Nicht rechtsverbindliche Formulierung dafür, dass Verkäuferin, Verkäufer nicht für Mängel haftet.

Um eine solche Haftung rechtsverbindlich auszuschliessen, muss Verkäufer, Verkäuferin die gesetzliche Gewährleistung ersatzlos ausschliessen.

 Arglistig


AG

= Aktiengesellschaft

Kapitalgesellschaft

Gesellschafter/-innen:

  • beteiligen sich anonym
  • haften grundsätzlich nicht persönlich


AHV

= Alters- und Hinterbliebenenversicherung

Obligatorische Rentenversicherung, welche nach Erreichung des Rentenalters das Existenzminimum decken soll.

Arbeitgeber/-in:

  • zahlt die Hälfte des Beitrages an die AHV

Arbeitnehmer/-in:

  • zahlt die Hälfte des Beitrages an die AHV


Akkordlohn

Lohn, welcher nach der geleisteten Arbeit bemessen wird.

Zeitlohn


Alleinerbe, Alleinerbin

Person, die als einzige die Rechtsnachfolge einer Erblasserin, eines Erblassers antritt.


Ältere Arbeitnehmende

Arbeitgeber/-in

Arbeitnehmer/-in


Altlasten

Sanierungsbedürftige, mit Abfällen belastete Standorte

Störerprinzip

Verursacherprinzip



Amtliche Befundaufnahme

Vermieter/-in oder Mieter/-in:

  • kann je nach Kanton für die Übergabe der Wohnung eine Amtsperson beiziehen, welche eine amtliche Befundaufnahme der Mängel macht.


Amtsperson:

  • kann nicht darüber entscheiden, wer die Kosten zur Behebung des Mangels tragen muss.

ACHTUNG: Protokoll ist Urkunde, Gericht stützt sich im Streitfall darauf.


Amtliche Hinterlegung

Hinterlegung Mietzins


Amtlicher Wert

Vermögenssteuerwert eines Grundstücks

Gebäudeversicherungswert

Marktwert/Verkehrswert

Zeitwert


Analysenliste

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für die auf der Analysenliste aufgeführten Analysen. Das EDI erlässt die Analysenliste.

Positivliste


Anfechtbar

Entscheid ist gültig, sofern er nicht angefochten wird. Gericht/Behörde berücksichtigt Anfechtbarkeit nicht von Amtes wegen, ob ein Entscheid anfechtbar ist.

Nichtig


Anstellungsdiskriminierung

Arbeitgeber/-in

  • lehnt die Anstellung einer Person aufgrund deren Geschlechts ab und kann diese Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts nicht rechtfertigen


Antragsdelikt

Zuständige Behörde verfolgt Straftat nur auf Antrag hin.


Arbeitgeber/-in

Arbeitgeber/-in:

  • ist, wer Arbeitnehmer/-innen beschäftigt und diesen einen Lohn entrichtet
  • hat Weisungsrecht gegenüber Arbeitnehmer/-innen
  • bestimmt die Arbeitsorganisation
  • stellt Arbeitsgeräte zur Verfügung
  • trägt Unternehmensrisiko
  • kann juristische oder natürliche Person sein

Personalverleiher/-in:


Arbeitnehmer/-in

Arbeitnehmer/-in:

  • ist, wer sich auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienste Arbeitgebers/-in gegen Zahlung eines Lohnes verpflichtet
  • hat Weisungen Arbeitgebers/-in zu befolgen
  • ist in die Arbeitsorganisation Arbeitgebers/-in eingegliedert
  • trägt kein Unternehmensrisiko


Arbeitsbestätigung

Dokument, in welchem Arbeitgeber/-in Auskunft über Funktion, Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses mit Arbeitnehmer/-in gibt.


Arbeitslos

Arbeitslos ist, wer bei einem RAV gemeldet ist.

erwerbslos

ausgesteuert


Arbeitslosenentschädigung

Ersatzzahlungen der Arbeitslosenversicherung für Personen, welche keine Arbeitsstelle mehr haben.


Arbeitslosenversicherung (ALV)

Versicherung, welche bei ganzer oder teilweiser Erwerbslosigkeit den Erwerbsausfall teilweise deckt.


Arbeitsvermittlung

Wer regelmässig und gegen Entgelt Arbeit vermittelt bzw. stellensuchendeArbeitnehmer/-in mit Arbeitgeber/-inzusammenführt, benötigt kantonale Vermittlungsbewilligung im Sitzkanton.

Personalverleih


Arbeitsvertrag

Vereinbarung zwischen Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in, gemäss welcher Arbeitnehmer/-in die Arbeitskraft zur Verfügung stellt und Arbeitgeber/-in Lohn entrichtet bzw. den Umständen nach entrichten müsste.


Arbeitszeit

Zeit, während der Arbeitnehmer/-in dem/der Arbeitgeber-/in die Arbeitskraft zur Verfügung stellt.

Höchstarbeitszeit

Nacht- und Sonntagsarbeit

Überstunden

Überzeit


Aufhebungsvertrag

Mit einem Aufhebungsvertrag können Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in jederzeit und ohne Rücksicht auf Kündigungsfristen das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen auflösen


Auftrag

Vertragliche Übernahme einer Tätigkeit im Interesse oder nach dem Willen der Auftraggeberin, des Auftraggebers.


Auskunftspflicht Arbeitnehmer/-in

Verpflichtung Arbeitnehmer/-in beim Bewerbungsverfahren und während des Arbeitsverhältnisses Arbeitgeber/-in Auskunft zu Fragen zu geben, welche das (künftige) Arbeitsverhältnis unmittelbar betreffen.

Auskunftspflicht umfasst grundsätzlich keine Antworten zu Fragen betreffend die religiösen oder politischen Ansichten, die Gesundheit und die private Lebensweise.

Ausnahmen:


Offenbarungspflicht


Ausschuss der Stockwerkeigentümergemeinschaft

Die Stockwerkeigentümer/-innen können im Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft einen Ausschuss mit bestimmten Aufgaben verankern.


Ausserordentliche Kündigung - Arbeiten

Fristlose Kündigung


Aussteuerung

Ausgesteuert ist, wer:

  • Höchstanspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung ausgeschöpft hat oder keinen Anspruch mehr auf Taggelder hat, weil die zweijährige Rahmenfrist erloschen ist.


Ausweis B

Aufenthaltsbewilligung mit Arbeitserlaubnis, welche Ausländer/-in zum Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz berechtigt.

Gültigkeit 5 Jahre(EU/-EFTA-Bürger/-innen) bzw. 1 Jahr (Bürger/-innen von Drittstaaten).


Ausweis C

Niederlassungsbewilligung, welche Ausländer/-in zum unbeschränkten und bedingungslosen Aufenthalt in der Schweiz berechtigt.


Ausweis F

Ausweis für Personen, welche aus der Schweiz weggewiesen wurden, der Vollzug der Wegweisung aber unmöglich, unzumutbar oder unzulässig ist.

Gültigkeit 12 Monate.

Kantonale Behörden können die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erteilen.


Ausweis G

Grenzgängerbewilligung,welche Ausländer-/in mit Wohnsitz in der ausländischen Grenzzone zur Erwerbstätigkeit in der benachbarten Schweizer Grenzzone berechtigt.

Gültigkeit 5 Jahre.


Ausweis L

Kurzaufenthaltsbewilligung mit Arbeitserlaubnis, welche Ausländer-/in zum Aufenthalt in der Schweiz berechtigt.

Gültigkeit 3 Monate bis 1 Jahr.


Ausweis N

Ausweis für Personen, welche in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben.

Kantonale Behörden können grundsätzlich die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erteilen.


Basler Skala

Skala


Bauhandwerkerpfandrecht

Handwerker/-innen bzw. Unternehmen können:

  • Pfandrecht im Grundbuch eintragen lassen, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden:
    • für bereits geleistete Arbeiten oder
    • massangefertigtes Material
  • bei nach wie vor nicht erfolgter Bezahlung Grundstück versteigern lassen.


Eigentümer/-in muss

Rechnung bezahlen, auch wenn er/sie bereits Betrag bereits einem Generalunternehmen überwiesen hat.

Pfändung

Vormerkung im Grundbuch


Befristetes Arbeitsverhältnis

Arbeitsverhältnis, welches zum vertraglich vereinbarten Termin endet. Eine vorherige Auflösung des Arbeitsverhältnisses ist nur möglich, wenn dies vertraglich oder einvernehmlich vereinbart wurde oder durch eine fristlose Kündigung

Unbefristetes Arbeitsverhältnis


Begünstigung des Ehegatten / der Ehegattin

Erbrechtliche Besserstellung des überlebenden Ehegatten, der überlebenden Ehegattin mittels


Bereitschaftslohn

Lohn für Zeit, in welcher Arbeitnehmer/-in auf Abruf bereit ist, Arbeit zu leisten.


Berner Skala

Skala


Berufsausübungsbewilligung

Bewilligung, welche der Kanton zur Ausübung eines reglementierten Berufs im Gesundheitswesen erteilt.


Beschwerde

Rechtsmittel


Bestandteile

Alles, was zum Grundstück gehört und ohne ihre Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung nicht abgetrennt werden kann.

Beispiel: Einbauküche


Betreibungsamt

Behörde, welche für das Betreibungsverfahrenzuständig ist.


Betreibungsbegehren

Begehren einer Gläubigerin/eines Gläubigers an das Betreibungsamt, eine Betreibung zu eröffnen.


Betreibungsrechtliches Existenzminimum

Existenzminimum gemäss Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz.


Betreibungsverfahren

Verfahren, mittels welchem das Betreibungsamt nicht bezahlte Geldforderungen eintreibt.


Betreuungsunterhalt

Teil desKinderunterhalts. Deckt die Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils.


Beweislast

Wer für sich ein Recht in Anspruch nimmt, muss die damit zusammenhängenden Tatsachen beweisen.


Bewerbungsdossier

Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse usw.) mit welchen sich mögliche/-r Arbeitnehmer/-in bei mögliche/-n Arbeitgeber/-in bewirbt


Bewerbungsverfahren

Verfahren, in welchem sich Arbeitgeber/-in für die Anstellung Arbeitnehmer/-in entscheidet.


Bilanz

Gegenüberstellung von Aktiven (Vermögen) und Passiven (Schulden) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.


Bruttorendite

Mietzinseinnahmen: Verkehrswert = Bruttorendite.


Buchführung

Ordentliche Buchhaltung umfasst Inventar, BilanzundErfolgsrechnung.

Vereinfachte Buchhaltung umfasst die Informationen über die Einnahmen, die Ausgaben und die Vermögenslage.


BYOD

= Bring your own device

Arbeitnehmer/-in

  • nutzt privates IT-Gerät zum Arbeiten

Arbeitgeber/-in

  • entschädigt Arbeitnehmer-/in vorbehältlich anderer vertraglicher Regelung
  • kann BYOD ausdrücklich oder stillschweigend genehmigen


Crowdlending

Finanzierung eines Projekts oder einer Geschäftsidee über eine Vielzahl von Investorinnen, Investoren mit Rückzahlung der Investitionen.

Darlehen


DRG

=Diagnosis Related Groups

Berechnungsart der Kosten eines Spitalaufenthalts. Bei der DRG stellt das Spital der Krankenkasse Pauschalen in Rechnung, die sich nach dem Schweregrad des Falles richten.


EFTA

= Europäische Freihandelsassoziation

Zwischenstaatliche Organisation, die den Freihandel und die wirtschaftliche Integration der vier Mitgliedstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz fördert.


Eheschutzverfahren

Verfahren, in dem das Gericht die Folgen des Getrenntlebens von Ehegattin und Ehegatte regelt. Das Eheschutzverfahren dient der Vorbereitung der Scheidung.


Eheungültigkeit

Eine Ehe ist ungültig, wenn:

  • ein Ehehindernis vorliegt
  • die Ehegattin oder Ehegatte zum Zeitpunkt der Eheschliessung nicht urteilsfähig war und dauerhaft nicht urteilsfähig ist
  • die Ehegattin oder der Ehegatte die Ehe nicht aus freiem Wille eingegangen ist
  • eine Scheinehe vorliegt
  • einer der Ehegatten minderjährig ist, ausser die Weiterführung entspreche dem überwiegenden Interessen der minderjährigen Ehegattin, des minderjährigen Ehegatten.


Ehevoraussetzungen

Die Ehevoraussetzungen erfüllt, wer ehefähig ist und bei dem kein Ehehindernis vorliegt.


Eigenbedarf

Vermieter/-in

  • beansprucht Wohnung für sich, nahe Verwandte oder Verschwägerte.


Einfache Gesellschaft

Zwei oder mehr Personen, welche sich zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes mit gemeinsamen Kräften oder Mitteln vertraglich verbunden haben.


Einrede

Erklärung einer Partei, die geschuldete Leistung zu verweigern.

Verjährung


Einsatzbetrieb

Arbeitsort Arbeitnehmer/-in im Rahmen des Personalverleihs.


Einvernehmliche Auflösung des Arbeitsvertrags

Auflösung des Arbeitsvertrags im gegenseitigen Einverständnis zwischen Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in.

Aufhebungsvertrag


Einzelarbeitsvertrag

Vertrag zwischen Arbeitgeber-/in und Arbeitnehmer-/in mit ausschliesslicher Wirkung zwischen diesen beiden Parteien.

GAV

NAV


Einzelfirma

Einzelunternehmen


Einzelunternehmen

Unternehmen ohne Rechtspersönlichkeit, welches von einer Einzelperson ohne weitere Organe geführt wird. Diese haftet unbeschränkt.


Empfang

Zugang


Erbenhaftung

Mit der Annahme der Erbschaft haftet die Erbin, der Erbe grundsätzlich unbeschränkt für die Schulden der Erblasserin, des Erblassers.

Annahme unter öffentlichem Inventar

Ausschlagung


Erfolgsrechnung

Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Ziel, den Erfolg (Gewinn oder Verlust) zu ermitteln.



Erwerbslos

Erwerbslos ist, wer ohne Arbeit ist und unmittelbar eine neue Stelle antreten könnte.

Arbeitslos


EU

= Europäische Union

Wirtschaftliche und politische Vereinigung von den 28 Mitgliedstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.


Existenzminimum

Mittel, welche für ein menschenwürdiges Leben notwendig sind.

Betreibungsrechtliches Existenzminimum

Existenzminimum gemäss Ergänzungsleistungen zur AHV/IV


Existenzminimum gemäss Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Existenzminimum gemäss Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV.


Fahrzeugführerin, Fahrzeugführer

Person, die Fahrzeug fährt.

 Halterin, Halter


FairUse Klausel

In den AGB festgehaltene Regel, wonach Flatrate-Angebote von Telekommunikationsanbietern nicht missbraucht werden dürfen.


Fälligkeit

Zeitpunkt, zu welchem Schuldner/-in eine Forderung spätestens begleichen bzw. eine Rechnung spätestens bezahlen muss.


Familienpflichten

Erziehung von Kindern bis 15 Jahren sowie die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger oder nahestehender Personen.

Arbeitnehmer/-inmit Familienpflichten

  • darf nur mit seinem/ihren Einverständnis zu Überzeitarbeit beigezogen werden
  • hat Anrecht, dass ihm/ihr eine Mittagspause von wenigstens 1½ Stunden gewährt wird
  • darf gegen Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses eigene kranken Kinder während bis zu drei Tagen betreuen


Ferien

Bezahlte freie Tage, die der Erholung der/des Arbeitnehmer-/in dienen.

  • Mindestanspruch nach Obligationenrecht: 4 Wochen.

Allfällig höhere Ansprüche nach GAV oder NAV


Festhypothek

Hypothek mit einem während der vereinbarten Laufzeit fixen Zinssatz.


Freiwilligenarbeit

Arbeit, welche aus freiem Willen ohne Lohn geleistet wird.


Fristlose Kündigung - arbeiten

Kündigung ohne Einhaltung derKündigungsfrist.

Nur zulässig, wenn es dem/der Kündigenden nicht mehr zumutbar ist, das Arbeitsverhältnis fortzuführen. Dies wird angenommen, wenn Arbeitgeber/-in bzw. Arbeitnehmer/-in Pflicht in schwerwiegender Weise verletzt hat oder nach Verwarnung mit Kündigungsandrohung auch, wenn er oder sie eine Pflicht wiederholt geringfügig verletzt hat.


Fürsorgepflicht

Pflicht der/des Arbeitgeber/-in, die Persönlichkeit der/des Arbeitnehmer-/in zu schützen. Aus der Fürsorgepflicht ergeben sich mehrere Einzelpflichten, so beispielsweise die Pflichten

  • Ferien und Freizeit zu gewähren
  • vor Mobbing und Belästigung zu schützen
  • auf das Alter Rücksicht zu nehmen
  • die Gesundheit zu schützen
  • den Datenschutz zu gewährleisten
  • usw.


GAV

= Gesamtarbeitsvertrag

Vertrag zwischen Arbeitgeber-/innen bzw. Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmerverbänden, der die Arbeitsbedingungen regelt. Die normativen Bestimmungen des GAV gelten direkt für alle Arbeitnehmer/-innen, die dem entsprechenden Verband angehören und die bei einem/einer am GAV beteiligten Arbeitgeber/-inbeschäftigt sind.


Gebäudeversicherungswert

Wert, welcher die Gebäudeversicherung an Eigentümer/-in zahlt, wenn das Gebäude vollständig zerstört ist.

Amtlicher Wert

Marktwert/Verkehrswert

Zeitwert


Gehalt

Lohn


Gemeinschaftliche Teile Stockwerkeigentümerschaft

Alle Teile der Liegenschaft, an welchen kein Sonderrecht besteht


Generika – Liste

Teil der Spezialitätenliste.


Gericht

Unabhängige Institution, welche im Rechtsstreit ein Urteil fällt.


Gerichtsstand

Ort des zuständigen Gerichts.


Gesamtgut

Teil des ehelichen Vermögens im Güterstand der Gütergemeinschaft.

Eigengut


GmbH

= Gesellschaft mit beschränkter Haftung


Grundstück

Ein Grundstück besteht aus:


Miteigentum


Gütergemeinschaft

Güterstand, gemäss welchem das Vermögen der Eheleute in drei Gütermassen aufgeteilt wird: Gesamtgut sowie Eigengut der Ehegattin und Eigengut des Ehegatten.

Die Eheleute müssen den Güterstand der Gütergemeinschaft mit einem Ehevertrag begründen.


Handelsregister

Öffentliche Datenbank, welche die wichtigsten Angaben der nach „kaufmännischer“ Art geführten Unternehmen wie beispielsweise Aktiengesellschaften, Einzelunternehmen,Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Kollektivgesellschaften enthält.


Handelsregisteramt

Kantonale Behörde, welche das Handelsregister führt.


Höchstarbeitszeit

Begrenzung der Arbeitszeit gemäss Arbeitsgesetz.


Insolvenzentschädigung

Leistung der Arbeitslosenversicherung, welche bei Zahlungsunfähigkeit der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers die Lohnforderungen der Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmerin für geleistete Arbeit deckt. Die Insolvenzentschädigung wird während der Zeitspanne ausbezahlt, in welcher Arbeitnehmer/-in nicht für die Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht.

Begrenzt auf die letzten 4 Monate des Arbeitsverhältnisses und den Höchstbetrag des versicherten Lohnes


Inventar

Verzeichnis über alle Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens.


IV

= Invalidenversicherung

Obligatorische Versicherung welche invaliden Versicherten die Existenzgrundlage über Eingliederungsmassnahmen und/oder Geldleistungen sichert.


Jugendarbeitsschutz

Regeln, welche die Jugendlichen am Arbeitsplatz vor negativen Einflüssen auf ihre Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung schützen.

Beschäftigungsverbote

  • Personen bis zum vollendeten 15. Altersjahr
    • Grundsätzlich totales Beschäftigungsverbot
  • Personen bis zum vollendeten 18. Altersjahr
    • Beschäftigung grundsätzlich erlaubt mit Einschränkungen

Arbeitszeit

  • Für Personen vom vollendeten 18. Altersjahr gelten besondere Vorschriften für die Arbeitszeit


Juristische Person

In der Regel Unternehmen, welche zu allen Rechten und Pflichten fähig sind, die nicht im notwendigen Zusammenhang mit einer natürlichen Person stehen.


Kapitalgesellschaft

Gesellschaft, in welcher das Kapital das zentrale Element ist, z.B. AG

Personengesellschaft


Kaufmännische Art

Führungsweise mit kaufmännischem Betrieb und einer geordneten Buchhaltung.


Klageanerkennung

Beklagte Partei erkennt Klage an,Gericht schreibt Verfahren ab.


Klagebewilligung

Genehmigung der Schlichtungsbehörde, mittels welcher die Partei beim Gericht Klage einreichen kann.


Kollektivgesellschaft

  • Handelsgesellschaft ohne eigene Rechtspersönlichkeit.
  • Gesellschafter-/innen sind natürliche Personen.
  • Gesellschafter-/innen haften unbeschränkt und solidarisch.


Konkurrenzverbot

Vertraglich vereinbartes Verbot für Arbeitnehmer/-in, den/die Arbeitgeber/-in während oder nach dem Arbeitsverhältnis zu konkurrenzieren.

Vertrag

  • muss Konkurrenzverbot örtlich und nach dem Gegenstand angemessen begrenzen und darf grundsätzlich 3 Jahre ab letztem Arbeitstag nicht übersteigen.
  • darf Konkurrenzverbot nur verankern, wenn Arbeitnehmer/-in bei der Arbeit Einblick in Kreis der Kunden/Kundinnen oder in Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse erhalten hat.


Konkurs - arbeiten

Gerichtliche Auflösung einer Firma wegen derer Zahlungsunfähigkeit.

Arbeitnehmer/-in:

  • erhält ab Konkurseröffnung Arbeitslosengeld


Kontrollschild

Behördliches Kennzeichen an einem Motorfahrzeug.

Fahrzeugausweis


Kostenerstattungsprinzip

Versicherte Person schuldet dem Leistungserbringer das Honorar und kann dieses vom Versicherer zurückfordern.

tiers garant


Krankentaggeldversicherung

Freiwillige Versicherung, welche das Risiko des krankheitsbedingten Lohnausfalls deckt.

Skala


Krankenversicherung nach KVG

Versicherung, die Grundversicherung sowie die freiwillige Taggeldversicherung nach KVG anbietet.


Krankheit

Jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat.

Unfall


Kündigung - Arbeiten

Auflösung eines Arbeitsverhältnisses.

Fristlose Kündigung

Missbräuchliche Kündigung

Ordentliche Kündigung


Kündigungsfreiheit

Freiheit für Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in, das Arbeitsverhältnis unter Einhalt der Kündigungsfrist grundsätzlich jederzeit und ohne Begründung zu kündigen.

jedoch Missbräuchliche Kündigung


Kündigungsfristen - Arbeiten

Die Zeit ab dem 1. des Folgemonats nach Empfang der Kündigung bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Dauer abhängig davon, ob die Probezeit bereits beendet ist, was vertraglich geregelt wurde und/oder wie lange das Dienstverhältnis schon dauert.


Kündigungsgründe - Arbeiten

Anlass, warum Arbeitgeber/-in oder Arbeitnehmer/-in kündigt.

Kündigende Partei muss Kündigung auf Verlangen schriftlich begründen.



Kündigungssperrfrist - Arbeiten

Frist, während welcher eine Kündigung als Kündigung zu Unzeit gilt und entsprechend nichtig ist

Wird die Kündigung vor Beginn der Sperrfrist ausgesprochen, bleibt die Kündigung gültig, die Kündigungsfrist wird aber während der Sperrfrist unterbrochen.

Sperrfristen sind zu beachten bei:

  • Schwangerschaft und nach der Niederkunft
  • der teilweisen oder ganzen Arbeitsunfähigkeit bedingt durch eine Krankheit oder einen Unfall
  • dem schweizerischen Militär-, Schutz- oder Zivildienst
  • einer von der Bundesbehörde angeordneten Dienstleistung für eine Hilfsaktion im Ausland


Kündigung zu Unzeit

Eine Kündigung, die während einer Sperrfrist erfolgt und deswegen nichtig ist.


Kurzarbeit

Reduzierung oder Einstellung der Arbeit in einem Betrieb wegen eines vorübergehenden Auftragsausfalls


Kurzarbeitsentschädigung

Leistung der Arbeitslosenversicherung bei Kurzarbeit, umfasst 80% des wegfallenden Lohns.

Arbeitgeber/-in muss mindestens 10 Tage vor Beginn der Kurzarbeit die Voranmeldung an die kantonal zuständige Stelle schicken.


Liquidation

Auflösung eines Unternehmens.


Lohn

Gegenleistung derArbeitgeber/-in für die vom Arbeitnehmer/-invon der Arbeitnehmerin geleistete Arbeit.

Akkordlohn

Bereitschaftslohn

Zeitlohn



Lohnabrechnung

Obligatorischer und schriftlicher Beleg der Lohnauszahlung mit folgenden Informationen:

  • Grundlohn
  • Lohnabzüge
  • allfällige Zulagen, Entschädigungen, Gratifikationen usw.



Lohnabzüge

Abzüge vom Lohn zur Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge

Arbeitgeber/-in undArbeitnehmer/-in bezahlen je die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge für die AHV, IV, EO und die ALV

Arbeitgeber/-in kann Prämie für folgende Sozialversicherung Arbeitnehmer/-in überwälzen

  • Nichtberufsunfallversicherung

Arbeitgeber/-in muss mindestens gleich viel Prämien wie Arbeitnehmer-/in zahlen

  • Berufliche Vorsorge
  • Krankentaggeldversicherung



Managed Care System

Modell der Erbringung einer Leistung der Grundversicherung, das auf einer Vernetzung der Leistungserbringer und der Krankenkassen beruht.

Hausarztmodell

HMO-Modell

Telmed-Modell


Marktmiete

Mietzins, welcher den bestehenden Marktverhältnissen entspricht.


Massenentlassung

Entlassung

  • in Betrieben
    • mit 20-100 Mitarbeitenden: von 10 oder mehr Personen
    • mit 100-300 Mitarbeitenden: von mindestens 10% der Arbeitnehmer-/innen
    • mit mindestens 301 Mitarbeitenden: von mindestens 30 Personen
  • innerhalb von 30 Tagen

ohne Zusammenhang mit der Person der/des Arbeitnehmer/-in oder des Arbeitnehmers.


Mediation

Freiwilliges Verfahren zur Aussöhnung der Parteien und Alternative zum Verfahren vor Gericht.

Schlichtungsverfahren



Mehrwertsteuer

Vom Bund erhobene Steuer auf den Konsum von Produkten und Dienstleistungen.

Indirekte Steuer auf alle Leistungen, die im Inland gegen Entgelt erbracht werden und für die das Gesetz keine Ausnahme vorsieht.


Meldepflicht

Pflicht einer Person aus den EU/-EFTA-Staaten, die Ausübung eines reglementierten Berufs beim SBFI zu melden.



Mietzinssenkung

Mieter/-in kann Senkung des Mietzinses beantragen, wenn Mietzins missbräuchlich geworden ist. In der Regel ist dies der Fall, wenn der aktuelle Referenzzinssatz tiefer ist als derjenige Referenzzinssatz, der zur Zeit der Festlegung des Mietzinses galt.

Mieter/-in kann Senkung des Mietzinses nicht erfolgreich beantragen, wenn Mietvertrag Indexmiete oder Staffelmiete vorsieht.


Minderung

Recht einer Vertragspartei, den vereinbarten Preis herunterzusetzen wenn Ware/Leistung einen Mangel aufweist.


Mindestlohn

Lohn, welcher nicht unterschritten werden darf (gesetzlich verankert in den Kantonen Neuenburg und Jura).

Teilweise vereinbart in GAV



Missbräuchliche Kündigung - Arbeiten

Kündigung, wenn der Grund für sie missbräuchlich ist und einen Entschädigungsanspruch zur Folge hat. Die missbräuchliche Kündigung ist wirksam.

Entlassungsgründe, die missbräuchlich sein können:

  • Persönliche Eigenschaft/Geschlecht
  • Ausübung eines verfassungsmässigen Rechts
  • Zusammenhang mit Anspruch aus dem Arbeitsverhältnis
  • Zusammenhang mit obligatorischen gesetzlichen Pflichten wie dem Militärdienst
  • Gewerkschaftliches Engagement der/des Arbeitnehmerin/Arbeitnehmers
  • Bei Verletzung der Fürsorgepflicht (ältere Arbeitnehmende)

Grund, der missbräuchlich ist:



Mobbing

Feindliches, systematisches und dauerndes Verhalten von Arbeitskolleg/-in, mit welchem sie Arbeitnehmer/-in ausgrenzen



Nachtarbeit

Arbeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.

Arbeitgeber/-in muss Lohnzuschlag zahlen, je nach Dauer die Arbeitszeit kompensieren sowie eine Bewilligung für die Nachtarbeit einholen.



Nachvermächtnisnehmerin, Nachvermächtnisnehmer

Von der Erblasserin, dem Erblasser bezeichnete Person, die nach dem Tod von Vermächtnisnehmerin, Vermächtnisnehmer, erbt.


Natürliche Person

Mensch.



Nebenbeschäftigung

Bezahlte oder unbezahlte Tätigkeit der/des Arbeitnehmerin/Arbeitnehmers für einen Dritten

Erlaubt, sofern:

  • sie Arbeitgeber/-in nicht konkurrenziert und Arbeitnehmer-/in mit Nebenbeschäftigung nicht die Treuepflicht verletzt.



Nebenkosten

Entgelt für die Leistungen von Vermieter/-in oder eines Dritten, die mit dem Gebrauch der Wohnung zusammenhängen.

Keine Nebenkosten sind:


Nichtigkeit, nichtig

Entscheid ist unwirksam

Gericht/Behörde berücksichtigt Nichtigkeit von Amtes wegen.

anfechtbar


Niederlassungsbewilligung

Ausweis C



Nummernportabilität

Portabilität der Rufnummer zwischen Fernmeldedienstanbietern.


Nutzungsreglement Internet

Information des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin darüber, wie Arbeitnehmer/-in E-Mail und Internet nutzen darf.


Offenbarungspflicht Arbeitnehmer/-in

Verpflichtung der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers beim Bewerbungsverfahren und während des Arbeitsverhältnisses den/die Arbeitgeber/-inAuskunft von sich aus zu Informationen zu geben, welche das (künftige) Arbeitsverhältnis unmittelbar betreffen

Auskunftspflicht des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin



Offizialdelikt

Zuständige Behörde verfolgt Straftatvon Amtes wegen.

Antragsdelikt


OR

= Obligationenrecht


Ordentliche Buchhaltung

Buchführung



Ordentliche Kündigung - Arbeiten

Kündigung unter Einhaltung der vertrags- oder gesetzesmässigen Kündigungsfrist.

Ausserordentliche Kündigung

Fristlose Kündigung



Personaldossier

Datensammlung, in welcher der/die Arbeitgeber/-in Informationen zum/zur Arbeitnehmer/-in aufbewahrt

Arbeitgeber-/in ist nicht direkt verpflichtet, ein Personaldossier zu führen; Zu Dokumentationszwecken und zur Erfüllung der arbeitsrechtlichen Pflichten (bspw. die Erstellung eines Arbeitszeugnisses) ist ein Personaldossier in der Praxis jedoch zwingend.



Personalverleih

Arbeitgeber-/in(Personalverleihfirma) stellt selber Arbeitnehmer/-in an und stellt sie gewerbsmässig einem fremden Betrieb (Einsatzbetrieb) zur Arbeitsleistung zur Verfügung.

Arbeitgeber/-in (Personalverleihfirma) benötigt kantonale Verleihbewilligung im Sitzkanton; benötigt für grenzüberschreitenden Personalverleih zusätzlich eine Verleihbewilligung vom SECO

Hauptanwendungsfall des Personalverleihs ist Temporärarbeit



Personengesellschaft

Gesellschaft, in welcher die Personen das zentrale Element sind.

Kapitalgesellschaft


Persönlichkeitsschutz

Schutz einer natürlichen Person vor übermässiger Bindung sowie vor Verletzungen körperlicher und geistiger Art.


Pfändung

Betreibungsart, mittels welcher das Betreibungsamt eine Sache beschlagnahmt. Ziel ist die Verwertung der Sache, um mit dem Erlös eine offene Rechnung der Gläubigerin / des Gläubigerin zu bezahlen.



Prepaid – SIM Karte

SIM-Karte mit aufladbarem Guthaben.


Probezeit

Zeit, in welcher sich Arbeitgeber/-inund Arbeitnehmer/-inkennen lernen und gegenseitig prüfen können

Entsprechend ist eine Probezeit nicht zulässig, wenn sich Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in bereits kennen

Während der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist sieben Tage

Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-inkönnen eine Probezeit zwischen einem und drei Monaten vertraglich bestimmen



Rachekündigung - Arbeiten

Missbräuchliche Kündigung - Arbeiten


Rachekündigung - Wohnen

Kündigung, mit welchem Vermieter/-in Mieter/-in dafür strafen will, dass sich diese/-r Rechte aus dem Mietvertrag geltend gemacht hat.

missbräuchliche Kündigung



Rahmenfrist

  • Frist, während welcher eine arbeitslose Person Beiträge an die Arbeitslosenversicherung bezahlt haben muss, um Arbeitslosenversicherung beziehen zu können.



RAV

= Regionales Arbeitsvermittlungszentrum


Rechtsgewährleistung

Verkäufer/-in haftet gegenüber Käufer/-in dafür, dass er/sie Eigentümer/-in ist und der/die Käufer/-in mit dem Kauf das Eigentum erwirbt.

Sachgewährleistung


Rechtsmittel

Begehren einer Partei an ein oberinstanzliches Gericht, dass dieses den Entscheid des unterinstanzlichen Gerichts überprüfen soll.



Rechtsöffnung

Gläubiger-/in kann mit Rechtsöffnung beim Gericht die Beseitigung des Rechtsvorschlages verlangen.



Rechtsvorschlag

Betriebene Person teilt Gläubiger/-in via Betreibungsbeamten/-in (mündlich) oder via Betreibungsamt (schriftlich) mit, dass sie dessen / deren Forderung nicht anerkennt.



Referenzauskünfte

Informationen über Leistungen und Verhalten einer/eines Arbeitnehmer/-in, welche aktuelle/-r oder ehemalige/-r Arbeitgeber/-in einem/einer künftigen Arbeitgeber/-in mitteilt.


Reglementierter Beruf

Beruf, den eine Person nur ausüben darf, wenn sie über die nach kantonalem Recht oder Bundesrecht vorgeschriebene Berufsqualifikation verfügt.



Reinigungs- und Instandstellungsliste

Liste, in welcher Vermieter/-in auflistet, welche Reinigungen und Reparaturen er/sie von Mieter/-in erwartet

Kleiner Unterhalt

Serviceverträge


Risikoschwangerschaft

Die Grundversicherung übernimmt ohne Kostenbeteiligung die in der KLV definierten Leistungen bei einer Risikoschwangerschaft.


Risikostruktur

Art der Versicherten einer Krankenkasse. Krankenkassen mit einer guten Risikostruktur haben Versicherte mit unterdurchschnittlichen Krankheitskosten. Krankenkassen mit einer schlechten Risikostruktur haben Versicherte mit überdurchschnittlichen Krankheitskosten.


Rücktrittsrecht

Recht, von einem bereits abgeschlossenen Vertrag zurückzutreten.


SBFI

= Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation



Schadenersatz

Ersatz der unfreiwilligen Vermögenseinbusse der/des Geschädigten.


Scheidung

Auflösung der Ehe.


Scheidung auf einseitiges Begehren

Scheidung, die das Gericht aufgrund des Willens der Ehegattin oder des Ehegatten ausspricht


Scheidungskonvention

Vertrag, in welchem die Ehegattin, der Ehegatten die Nebenfolgen der Scheidung regeln:


Scheinehe

Ehe, die nicht zum Zweck einer Lebensgemeinschaft geschlossen wurde, sondern um für eine ausländische Person das Aufenthaltsrecht zu erhalten.


SchKG

= Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz


Schlichtungsbehörde

Für Schlichtungsverfahren zuständige Behörde.


Schlichtungsverfahren

Obligatorisches Verfahren mit dem Ziel, die Parteien auszusöhnen und Vorstufe zum Verfahren vor Gericht.

Mediation


Schnupperlehre

Kurzpraktikum, in welchem der oder die Schnupperlernende einen ersten Einblick in den Beruf und den Betrieb erhält. Eine Schnupperlehre ist für Personen ab dem vollendeten 13. Lebensjahr erlaubt.

Jugendarbeitsschutz



SECO

= Staatssekretariat für Wirtschaft



Selbstständige Erwerbstätigkeit

Tätigkeit von Personen, welche unter eigenem Namen auf eigene Rechnung unabhängig arbeiten und das eigene wirtschaftliche Risiko tragen.

Weitere Hinweise auf eine selbstständige Erwerbstätigkeit:

  • Erhebliche Investitionen
  • Entscheidbefugnisse über Personen, Finanzen, Arbeitsplatz und Arbeitsorganisation
  • Nicht an Weisungen Dritter gebunden
  • Mehrere Auftraggeber-/innen
  • Entgeltleistungen nach Auftrag

ACHTUNG: es ist möglich, dass eine Behörde (z.B. Ausgleichskasse) die Selbstständigkeit bejaht, während dem eine andere Behörde (z.B. Steuerbehörde) die Selbstständigkeit verneint.



Serviceverträge

Vermieter/-in überträgt mit Serviceverträgen eigene Dienstleistungen an Dritte. Vermieter/-in darf Kosten an Mieter/-in nur im Rahmen von Nebenkostenübertragen, sofern und insoweit es sich um eine reguläre Funktionskontrolle und Wartung handelt.


Skala

System, welches Gerichte anwenden, um zu bestimmen, wie lange ein/-e Arbeitgeber/-in dem/der Arbeitnehmer/-in den Lohn weiterzahlen muss, wenn diese-/r krankheitsbedingt die Arbeit nicht leisten kann

Die Skalen werden angewendet, sofern keine Krankentaggeldversicherung besteht und im Einzelarbeitsvertrag, GAV oder NAV keine für die/den Arbeitnehmer/-in günstigere Regelung besteht.

Basler Skala: BS, BL

Berner Sala: BE, AG, OW, SG, West-CH

Zürcher Skala: ZH, GR



Social Media

Arbeitgeber/-in darf Arbeitnehmer/-in Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit verbieten.

Potentielle/-r Arbeitgeber/-in darf sich ohne Zustimmung der Kandidatin/des Kandidaten grundsätzlich keine Informationen via deren/dessen Social Media – Profil besorgen.



Solvenz

Zahlungsfähigkeit.

Betreibungsregisterauszug


Sonntagsarbeit

Arbeit an Sonn- und Feiertagen

Arbeitgeber/-inmuss Lohnzuschlag zahlen und Arbeitszeit kompensieren sowie grundsätzlich eine Bewilligung für die Sonntagsarbeit einholen



Sorgerecht

elterliche Sorge


Soziale Krankenversicherung

Grundversicherung und Taggeldversicherung nach KVG.


Sperrfrist - Arbeiten

Kündigungssperrfrist


Spezialitätenliste

Die Grundversicherung übernimmt nach Abzug der Kostenbeteiligung die Kosten für die auf der Spezialitätenliste aufgeführten Arzneimittel. Das BAG erlässt die Spezialitätenliste.

 Positivliste


Stammkapital

Kapital, welches von den Gesellschafter/-innen einer GmbH einbezahlt bzw. über Sacheinlagen eingebracht werden muss



Stempeltage

Tage, während welcher die arbeitslose Person Anspruch auf Taggelder hat.


Strafregisterauszug

Auskunft des Bundesamtes für Justiz über bestimmte rechtskräftige Verurteilungen einer Person in der Schweiz und von Schweizer Bürger-/innen im Ausland.

Arbeitgeber/-in kann je nach vorgesehener Position vom/von der möglichen Arbeitnehmer/-in einen Strafregisterauszug verlangen.



Suchbemühungen - Arbeiten

Arbeitslosenentschädigung



Suchbemühungen - Wohnen

Um erfolgreich eine Erstreckung verlangen zu können, muss Mieter/-in nachweisen, dass er/sie nach einer Ersatzwohnung sucht


Taggelder



Taggeldversicherung nach VVG

Versicherung, die das Risiko eines vorübergehenden Lohnausfalls bei einer teilweisen oder vollen Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit, Mutterschaft oder Unfall abdeckt. Die Versicherer haben Vertragsfreiheit und können insbesondere den Antrag einer Person auf Aufnahme in die Taggeldversicherung nach VVG ablehnen.


Telefonischer Vertragsabschluss

Übereinstimmende Willenserklärung per Telefon.

Haustürgeschäft


Telmed-Modell

Modell der Grundversicherung, in welchem sich die Versicherten verpflichten, sich vor dem Besuch einer Ärztin, eines Arztes an eine telefonische Beratungsstelle zu wenden.


Temporärarbeit

Arbeitgeber/-in(Personalverleihfirma) stellt Arbeitnehmer/-in ausschliesslich zum Zwecke des Verleihs an und führt selber keine eigene Produktions- oder Dienstleistungsbetrieb.

Personalverleih



Tendenzbetrieb

Betrieb mit einer ideellen Zielsetzung, so beispielsweise mit einer politischen oder religiösen Zielsetzung.


Teuerung

Anstieg des allgemeinen Preisniveaus.


Tiers payant

Der Versicherer vergütet das Honorar direkt dem Leistungserbringer.

Naturalleistungsprinzip


Überstunden

Arbeitsstunden, welche die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit bis zur Höchstarbeitszeit übersteigen; Arbeitgeber/-in und Arbeitnehmer/-in können Entschädigung für Überstunden schriftlich ausschliessen und/oder den gesetzlichen Zuschlag von 25% wegbedingen

Überzeit



Überwachung am Arbeitsplatz

Arbeitgeber/-in darf das Verhalten der/des Arbeitnehmer/-in am Arbeitsplatz nicht mit Überwachungs- und Kontrollsystemen überwachen



Überzeit

Arbeitsstunden, welche die gesetzliche Höchstarbeitszeit überschreiten.

Arbeitgeber/-in muss Überzeit grundsätzlich mit 25% Zuschlag entschädigen.



Unbefristetes Arbeitsverhältnis

Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit, welches durch Kündigung oder durch einvernehmliche Auflösung beendet werden kann.



Unfall

Die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Krankheit



Unfallfrei

Fahrzeug, das nie in einen Unfall verwickelt war und keine bzw. nur einen Bagatellschaden hat.


Ungültig

Entscheid, der anfechtbar oder nichtig ist.


Untervermächtnisnehmerin, Untervermächtnisnehmer

Person, die von Vermächtnisnehmerin, Vermächtnisnehmer, aufgrund einer letztwilligen Verfügung einen Teil vom Vermächtnis erhält.


Unwirksame Kündigung

Kündigung ist auch ohne Anfechtung unwirksam.

Nichtigkeit


Urteilsvorschlag

Vorschlag der Schlichtungsbehörde bis zu Streitwert von CHF 5‘000.-

  • Bei Annahme durch Parteien hat Urteilsvorschlag die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils.
  • Bei Ablehnung durch Parteien erteilt die Schlichtungsbehörde die Klagebewilligung.


Vereinfachte Buchhaltung

Buchführung



Verjährung, verjährt

Ein verjährter Anspruch ist nicht mehr durchsetzbar, weil eine bestimmte Frist abgelaufen ist.

Gericht/Behörde berücksichtigt Verjährung nicht von Amtes wegen. Partei muss Einrede machen

Verwirkung


Verwarnung

Schriftliche Beschreibung eines durch Arbeitgeber/-in kritisierten Verhaltens der/des Arbeitnehmerin/Arbeitnehmers sowie der unmittelbaren sowie möglichen späteren Folgen .



Verwirkung, verwirkt

Ein verwirkter Anspruch besteht nicht mehr, weil eine bestimmte Frist abgelaufen ist

Gericht oder Behörde berücksichtigt Verwirkung von Amtes wegen.

Verjährung


von Amtes wegen

Gericht oder Behörde bezieht eine Tatsache mit in seine bzw. ihre Entscheidfindung ein, auch wenn keine Partei den entsprechenden Antrag stellt.


Vormerkung im Grundbuch

Sicherung von Rechten


Vorsorgliche Beweisführung

Beweisabnahme, welche das Gericht vor Abschluss des Hauptverfahrens durchführt.



Vorvertrag

Vertrag, mit welchem sich die Parteien verpflichten, einen weiteren Vertrag abzuschliessen.


Warnentzug

Befristeter Entzug des Führerausweises durch die für den Erlass der Administrativmassnahmen zuständige Behörde.


Weisungsrecht

Recht Arbeitgeber/-inzu bestimmen, wo, wie und wann Arbeitnehmer/-in arbeiten muss.



Willensvollstrecker

Von Erblasserin, Erblasser mittels letztwilliger Verfügung eingesetzte Person, der nach dem Tod der Erblasserin, des Erblassers deren, dessen Willen vertritt.


Zahlungsverzug

Schuldner/-in zahlt fällige Forderung nicht, obwohl er/sie weiss, dass er/sie Forderung begleichen müsste.


Zeitlohn

Lohn, welcher nach Zeitabschnitten bemessen wird.

Akkordlohn

Bereitschaftslohn



Zugang

Mitteilung gilt als zugegangen, wenn:

  • sie persönlich entgegengenommen wurde; zu Beweiszwecken sollte dies schriftlich quittiert werden
  • sie als eingeschriebener Brief geschickt wurde und entgegengenommen wurde oder sobald die Abholungseinladung im Briefkasten von Empfänger/-in ist.


Zürcher Skala

Skala


Zusatzversicherung

Versicherung, welche ambulante Zusatzversicherungen und Spitalversicherungen gemäss VVG anbietet. Jede Krankenkasse ist im Rahmen des VVG frei, welche Versicherungen sie anbietet. Jede Krankenkasse darf den Antrag einer Person auf Aufnahme in die Zusatzversicherung ganz oder teilweise ablehnen.

 Grundversicherung


Zuwendungen zu Lebzeiten

Erbvorbezug